𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Über die Undecylensäure und ihre Derivate I

✍ Scribed by Ulschmid, L.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1953
Weight
285 KB
Volume
55
Category
Article
ISSN
0931-5985

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Aus der wissenschaftlichen Abfeilunxg cler Arzneimittelfabrih, Uuls -Dr. A . Hense I m Zuge der intensiven Forschung auf dem Gebiet der Fettstoffe wahrend der letzten 20 Jahre erwiesen sich gewisse Fettsauren als pharinakologisch besonders bedeutsam u n d von therapeutischem Interesse. Diese Entwicklung, wenn sie teilweise auch nur in Ansatzpunkten vorliegt, darf nicht mehr iibersehen werden. So wurden z. B.

verschiedene ungesattigte Fettsauren als ,,essential unsaturated fatty acids" herausqestellt l : m a n h a t ihnen anfangs die unrichtige Bezeichnung ,,Vitamin F" gegeben. Andere Fettsauren zeigen fungizide u n d bakterizide Wir-kung2, so dai3 m a n sie daraufhin zur Behandlung von Mykosen, aber auch in Versuchen bei Lepra u n d Tuberkulose einsetzte, wobei m a n sich teilweise auf schon recht alte Erfahrungen der empirischen Volksmedizin stiitzen konnte. Auch sei u. a. auf die Verwendung mehrfach ungesattigter Fettsauren zur hktivierung der Leberzellen bei Cholecystohepatopathie hingewiesen. G. Weitzel geht bei d e r Behandlung der Fettstoffe hinsichtlich ihrer antitubercularen Eigenschaften auf die mittlere Lange u n d Verzweigung der Kohlenstoff -Kette der Fettkomponente einerseits sowie auf deren ungesattigten Charakter andererseits ein. Diese Einteilung halten wir zur Forderung einer Arbeitshypothese f u r sehr gunstig, und es ware begruflenswert, wenn m a n dieselbe ganz allgemein bei biologischer Betrachtung der Fettsauren beibehalten wurde. Undecylensaure (Aio-n-Undecensaure) ist bereits weitgehend erforscht. Sie gehGrt, u m sie nach dem eben genannten Schema einzuordnen, sowohl zur Gruppe der ungesattigten Fettsauren als auch zu der mit mittlerer Kettenlange. Aus den bisherigen Ergebnissen laBt sich ersehen, dai3 nicht die Doppelbindung f u r die biologische W'irkung ausschlaggebend, sondern hierfiir ihre Ketten-Iiinge mit 11 C-Atomen verantwortlich ist. Undecylensaure wurde erstmals von F. Krafft durch Destillaiion von Rizinusol bei vermindertem Druck gewonnen. Die crste Synthesc ging vom A4-n-Pentenol aus (P. Ganbert, P. P. Lipistend und H. N . R y d o n 5 ) . Auch einige Derivate der Undecylensaure sind in der Literatur beschrieben e. Z u r therapeutischen Anwendung bedient m a n sich in iiberwiegendem Mai3e der freien Sauren; gewisse Bedeutiing erlangte aber auch das Zinksalz. Ferner zog m a n das Triglycerid zur Behandlung der Psoriasis heran. Z u r Prufung anderer Derivate der Undecylensaure auf ihre Wirksamkeit bei Hautkrankheiten und auch bei Tuberkulose wurde das Chlorid derselbeii mit p-Amino-salicylsiiure (PAS), m-Aminophenol, Hydrazin, Harnstoff, Thiohar nstoff und Urethan, umgesetzt. Die entstehenden Vgl. Iiiereu H. P. Raufmann, Fette u. Seifen 54, 69 [1951].


📜 SIMILAR VOLUMES


Über die Phonopyrrolcarbonsäure und ihre
✍ Piloty, O. ;Dormann, E. 📂 Article 📅 1912 🏛 Wiley (John Wiley & Sons) ⚖ 193 KB 👁 1 views

Die in der vorstehendeu Mitteilung angefuhrten Pyrrol-Derivnte sind von u n s zurn ersten Ma1 synthetisch dargestellt worden, und wir bitten, uns die weitere Untersuchung vorllufig ungestiirt zu iiberlassen. 337. 0. P i l o t y und E. Dormann: Ober die Phonopyrrolcarbonshure und ihre Begleiter.

Über die Lavandulylsäure und ihre Umwand
✍ W. Kuhn; H. Schinz 📂 Article 📅 1952 🏛 John Wiley and Sons 🌐 German ⚖ 499 KB

## Abstract Lavandulylsäure wurde durch Kondensation von Isoprenhydro‐bromid mit Isopropyliden‐malonester, Verseifung und Decarboxy‐lierung des Reaktionsproduktes hergestellt.

Über Uransäure und ihre Salze
✍ Melikoff, P. ;Pissarjewsky, L. 📂 Article 📅 1897 🏛 Wiley (John Wiley & Sons) ⚖ 344 KB 👁 1 views