Über die Stärke der Pikrinsäure
✍ Scribed by H. v. Halban; M. Seller
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1938
- Tongue
- German
- Weight
- 500 KB
- Volume
- 21
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Um die Ermittlung der Starke der Pikrinsiiure als einer der starksten organischen Siiuren hat man sich immer wieder bemuhtl). Das Interesse an dieser Aufgabe wurde noch wesentlich grosser seit der Aufstellung der Hypothese von der vollstandigen Dissoziation der starken Elektrolyte durch Bjerrum2). Denn u. a. war nun zu erwarten, dass die friiher nach den klassischen Methoden bestimmten Werte von K , bei nicht ganz starken Elektrolyten um so mehr von den richtigen abweichen wiirden, je starker der betreffende Elektrolyt ist. Abgesehen aber von diesem grundsiitzlichen Zusammenhang schien es auch, dass man die Stiirke der Pikrinsaure mit geniigender Genauigkeit (besonders bei geniigend hoher Verdiinnung, 8. u. S. 386) nach den friiher angewendeten Methoden aus experimentellen Griinden nicht bestimmen konne, weil die zu erwartenden Dissoziationsgrade bereits so gross sind, dsss der Wert von KO gegen Fehler im a zu empfindlich wird3).
Nur die photoelektrische Messung der Lichtabsorption des Ions schien den hier zu stellenden Anforderungen zu geniigen. Deshalb haben H . TI. Halban und L. Ebertl) versucht, auf diesem Wege das Problem zu losen. Sie konnten zeigen, dass das K , der Pikrinsiiure wesentlich grosser, als bis dahin angenommen worden war, und von der Konzentration abhangig ist. Auch die Form der Abhiingigkeit von der Konzentration (Durchlaufen eines Maximums) ergab sich aus diesen Messungen. Dagegen konnte die Extrapolation auf die Konzentration 0 schon deshalb zu keinem richtigen Wert von K , fiihren, weil sie nicht auf Grund des Quadratwurzel-, sondern des Kubikwurzel-Gesetzes durchgefuhrt worden war.
Ausserdem aber wurde seit der Durchfiihrung der Untersuchungen von v. HaZban und Ebert die Differenzempfindlichkeit I ) V .
📜 SIMILAR VOLUMES