Über die spektrale Empfindlichkeit und die Schwelle von Gecko-Augen. Elektroretinographische Untersuchungen an Hemidactylus turcicus und Tarentola mauritanica
✍ Scribed by E. Dodt; J. B. Walther
- Publisher
- Springer
- Year
- 1959
- Tongue
- English
- Weight
- 788 KB
- Volume
- 268
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
W~hrend l~etzhi~ute mit mehr oder weniger reiner Zapfenpopulation in der Tierreihe in größerer Zahl bekannt sind, müssen solche, die sowohl nach morphologischen wie nach physiologisehen Kriterien als reine St~bchennetzh~ute anzusprechen sind, als außerordentlich selten gelten. Im physiologischen Verhalten kommt ihnen wohl das total farbenblinde menschliche Auge am n~chsten, wo jedoch histologisch --wenigstens in der Periphcrie --völlig normale Verhältnisse vorliegen (L~_~s~~ 1921). Günstigere Voraussetzungen scheinen die Netzh~ute ni~chtlich lebender Geckos zu bieten, die auf Grund histologischer Befunde in der Literatur übereinstimmend als reine St~bchennetzh~ute beschrieben werden, womit sich Ergebnisse von Verhaltensversuchen gut decken (DnTwmE~ 1923, I%OC~o~-DI;wG~nAV» 1943, W2~LLS 1934). Besonderes Interesse wird diesen Tiefen von seiten der Netzhautphysiologen auch deshalb entgegengebraeht, weil sie mit ihrer St~bchennetzhaut unter den übrigen, meist tagaktiven Reptilien eine Sonderstellung innehaben. Dazu nimmt W~Ls (1934) auf Grund vergleichend morphologischer Untersuchungen an, daß die Gecko-St£bchen in der Evolution aus Zapfen entstanden seien.
Allerdings ist, trotz der Übereinstimmung der histo•ogischen Befunde mit dem Verhalten, der St~bchencharakter der Gecko-Netzh~ute nicht unwidersprochen. So haben CRozI]~~ u. WOLF (1938) in Drehtrommelversuchen bei Sphaerodactylus inaquae eine Abhängigkeit der Fusionsfrequenz von der Liehtintensiti~t beobachtet, die nicht den für Stäbchen charakteristischen Verlauf zeigt, sondern etwa dem des Zapfenauges der Schildkröte Pseudemys entspricht. Elektroretinographiseh beobachteten I)ODT u. H~CK (1954) bei einer ebenfalls naehtaktiven * Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft.