Über die Spaltung des Tetrahydro-palmatins und des Tetrahydro-berberrubins in ihre optisch-aktiven Komponenten (Bemerkungen zu einer Arbeit von Zenjiro Kitasato über Nandinin)
✍ Scribed by Späth, Ernst ;Leithe, Wolfgang
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1930
- Weight
- 443 KB
- Volume
- 63
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Ober die Spaltung des Tetrahydro-palmatins und des Tetrahydroberberrubins in ihre optisch-aktiven Komponenten (Bemerkungen zu einer Arbeit von Z e n j i r o K i t a s a t o uber Nandinin). [Aus d. 11. Chem. Laborat. d . Universitat Wien.] (Eingegangen am 31. Oktober 1930.) Vor mehreren Jahren baben S p a t h , Mosettig und Trothandl') als alkaloidischen Hauptbestandteil der in der Nahe von Wien gesammelten Knollen von Corydalis c a v a das d -T e t r a h y d r o -p a l m a t i n (I) erkannt. Die Synthese dieser Verbindung wurde hierauf von S p a t h und Mosettigq auf dem Umwege uber das &Canadin ausgefuhrt, da der direkte Weg der optischen Spaltung des d,I-Tetrahydro-palmatins nach Angaben von F e i s t und S a n d s t e d e " , sowie nach eigenen Vorversuchen nicht gangbar zu sein schien. I L , . OH 11. 1 I'.OCH, a/ Wir haben nunmehr die Frage der S p a l t b a r k e i t d e s d , l -T e t r ah y d r o -p a l m a t i n s wieder aufgenommen und sind hierbei zu giinstigen Ergebnissen gelangt. Vorerst hatte sich gezeigt, da13 d-Tetrahydro-palmatin ein in Athylalkohol schwer losliches B i t a r t r a t liefert, das zur Reinigung dieser Base vorziiglich geeignet ist. Wenn man eine alkohol. Losung von d,LTetrahydropalmatin mit der aquivalenten Menge d-Weinsaure versetzt, so scheidet sich bald ein Bitartrat ab, das nach mehrmaligem Umkrystallisieren aus Alkohol in guter Ausbeute eine Base gibt, die mit dem reinen natiirlichen d -T e t r a h y d r o -p a l m a t i n beziiglich Drehungsvermogen [a]: = +zg10 (in Alkohol) mid Schmp. (141-qz0) iibereinstimmt und mit diesem identisd ist. Aus den Mutterlaugen des &Bitartrates wurde die Base in Freiheit gesetzt und auf analoge Weise mit I-Weinsawe behandelt. Das so erhaltene reine 2 -T e t r a h y d r o -p a l m a t i n zeigt beziiglich Schmelzpunkt und Drehwert fhereinstimmung mit der &Base. Gleiche Teile der beiden Antipoden wurden in Methylalkohol gelost. Die erhaltenen Krystaue wurden als d, L T e t r a h y d r op a l m a t i n identifiziert . Kiirzlich wurde von W. L e i t he4) gelegentlich einer Untersuchung uber Drehung und Konfiguration von Derivaten des Tetrahydro-berberins gezeigt, da13 die verschieden substituierten Basen dieses Typus beziiglich ihres Drehungsvermogens weitgehende ijbereinstimmung, M r , etwa 950-10oo0 (in Chloroform und Alkohol), aufweisen. Nur eine einzige natifrliche Base, das von Z. K i t a s a t o 5 ) dargestellte und beschriebene N a n d i n i n , das nach Angaben dieses Autors mit d-Tetrahydro-berberrubin (11) identisch sein sollte, schien infolge seines geringen Drehungsvermogens N D = +z05O eine Ausnahme zu bilden. Diese auffallende Diskrepanz veranldte uns, 1) B . 66, 875 [1gz3].