Über die Sauerstoffdiffusion im Gehirn
✍ Scribed by Karl Diemer
- Publisher
- Springer
- Year
- 1965
- Tongue
- English
- Weight
- 586 KB
- Volume
- 285
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Zusammenfassung. Aus den angestellten Uberlegungen und Berechnungen ergibg sieh unter den hier zugrunde gelegten Voraussetzungen folgendes :
Unter normMen Bedingungen arbeitet das Gehirn mit einem l)bersehul3 an Sauerstoff, mit einer Sauerstoff-Druckreserve von etwa 9 mm Hg. InnerhMb dieses Bereiehes fiihrt ein Absinken des arteriellen oder venOsen Sauerstoff-Partialdruekes lediglieh zu einer Versehiebung der verschiedenen Isobaren im Gewebe. Dureh eine Verlagerung und Umgruppierung der yon den einzelnen Capillaren versorgten Gewebsbezirke, die sich Mlein aus den ver~nderten Sa,uerstoffdruekbedingungen ergeben, werden leichtere Sehwankungen des Sauerstoff-PartiMdruekes im Blur noch roll aufgefangen. Auf diese Weise wird der Sauerstoff-Par~ialdruek im Gewebe immer m6glichst hoch gehMten; unter Normalbedingungen kann der niedrigste O2-Druck im Gewebe so hoeh liegen wie der venSse O2-Druek und damit den hSchsten mOglichen Wert erreichen.
Zwischen der Auswirkung einel; arteriellen und venSsen Hypoxie auf das Gehirn bestehen grundsgtztiche Untersehiede. Bei gleichen Schwellenwerten im Gewebe liegen die Sehwellenwerte des venSsen 02~Druckes bei einer venSsen Hypoxie niedriger als bei einer ar~erie]len tIypoxie. ]~nderungen der Diffusionsbedingungen durch die beiden Hypoxieformen erfolgen auf unterschiedliche Art.
Anhand des vereinfachten
Modells des Gewebskegels soll im folgenden die Sauerstoffdiffusion unter eerebrMen Sauerstoffmangelzust/~nden erl/~utert werden. Naeh OPI~z u. SC~V, IDER lassen sieh bei eerebralen Hypoxien drei Phasen unterseheiden : 1. Bei einem ven6sen Sauerstoff-PartiMdruek zwisehen 35 und 28 mm ttg bleiben Durehblutung und Sauerstoffaufnahme des Gehirns unver/~ndert. 2. Bei einem venSsen Sauerstoff-PartiMdruck zwischen 28 und 19 mm ttg, im sogenannten ,,t~eaktionsbereich", kommt es durch Vermehrung der Durchblutung und durch Dilatation der Capillaren zur Kompensation des erniedrigten Sauerstoff-Partialdruckes im Blut. Der
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schweinchenilenm zu hohe Snbstanz P-Werte vorget~nsch~ werden (F]~LD]~S~G U. Tog, 1953). Letztere Autoren gaben auch eine Answertnngsmethode ffir Substanz P an, die diese ~5glichkeit beriicksichtigt und die oben erwghnte Fehlerqnelle ausschaltet. Den Gehalt unserer Gehirnextrakte an Substanz P besti