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Über die renale Clearance von Indigocarmin beim Hund

✍ Scribed by Bruno Ochwadt


Publisher
Springer
Year
1958
Tongue
English
Weight
460 KB
Volume
267
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Indigocarmin hat in der Geschichte der Nierenphysiologie eine ähnliche Rolle wie Phenolrot gespielt (Lit. bei a) und wird seit langem in der urologischen Diagnostik verwendet. Neuerdings ist dieser Farbstoff auch als Teststoff zur Bestimmung des tIerzminutenvolumens mit der Injektionsmcthode vorgeschlagen worden 5, gerade weil er im Gegensatz zu Evans Bhie relativ schnell ausgeschieden wird. Da bis jetzt keine Zahlenangaben über glomeruläre Filtration und tubulären Transport von Indigocarmin bekannt geworden sind, schien es angezeigt, Größe und Mechanismus der renalen Ausscheidung mit Clearance-Methoden zu untersuchen.

Ein weiterer Grund für die Untersuchung lag in der Angabe n , daß der Farbstoff im Blut zu 97% an Plasmaproteine gebunden sei. Die tubuläre Sekretion einer Substanz kann--wie am Beispiel von Phenolrot gezeigt ~ -durch weitgehende Bindung an Plasmaproteine eingeschränkt sein. Es sollte daher geprüft werden, ob dies auch für die vermutete Sekretion von Indigocarmin zutrifft.

Die hier vorgelegten Experimente ergaben, daß die Clearance von Indigoearmin etwa halb so groß ist wie die Clearance von Kreatinin. Die renale Ausscheidung erfolgt zu etwa gleichen Teilen durch glomeruli£re Filtration und tubul~re Sekretion. Nur etwa 75% des verwendeten Farbstoffs waren an Plasmaprotein gebunden; eine Verminderung der Plasmaproteine (Plasmapherese) und damit des Anteils an gebundenem Farbstoff führte zu keiner Erhöhung der tubul£ren Sekretion. Methoden Die Clearance-Untersuehungen wurden in der üblichen Art und Weise (Dauerilffusion) an Hunden in Pentobarbital-Narkose unternommen. Einzelheiten darüber sowie über die Durchführung des Ersatzes der Plasmaproteine durch Dextran (Plasmapherese) sind in einer früheren Arbeit « angegeben.

Kreatinin wurde im Harn und (nach Eiweißfallung mit Wolframat) im Plasma mit der Methode von PmLres (siehe ») bestimmt. Indigoc~rmin wurde photometrisch (Unicam Spectrophotometer SP 600) bei einer Wellenlänge von 610 m# bestimmt. Zu 4 ml Plasma oder entsprechend verdünntem Harn wurden 8 ml Alkohol zugesetzt, die Proben heftig geschüttelt, in verschlossenen Glëscrn zentrffugiert, die


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