𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Über die regenerationsfördernde Wirkung von β-Hydro xyglutarsäuredinitril am Corneatest

✍ Scribed by Hans Bammer; Virgilio Martini


Publisher
Springer
Year
1953
Tongue
English
Weight
210 KB
Volume
257
Category
Article
ISSN
0031-6768

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Seit den Untersuchungen yon MAI~TII~I und PATTAY fiber die Verkfirzung der l~egenerationsdauer durchschnittener Hornhautnerven dutch intraven6se Injektion yon Succinodinitril (CN-CH2-CH2-CN), war man auf der Suche naeh weiteren wirksamen Substanzen aus der l~eihe hSherer Homologen des Succinodinitrils. P. K6Nm konnte nicht nur die auf~erordentliehe Wirkung yon Succinodinitril am Corneatest best£tigen, sondern auch naeh Priifung der h6heren Homologen keine dem Suceinodinitril vergleiehbare Wirkung bei ~hnlich geringer Toxizit~t beobachten.

In der Diskussion ihrer Versuchsergebnisse hasten MArTIni und PAT-TAr auf die toxische Wirkung der Dinitrfle hingewiesen und die MSglichkeit einer groben Reizung der Nervenzellen durch die Vergiftung in Betracht gezogen. Aller Wahrscheinlichkeit naeh jedoeh mfisse man, nach Ansicht der genannten Au~oren, die akute Toxizit~t der Dinitrfle yon ihrem Einftuf~ auf das Stoffwechselgesehehen in der Nervenzelle unterscheiden. Wir haben uns diese Frage vorgelegt und versueht, sie dutch die Untersuchung eines akut untoxischen Dinitrils am Corneatest zu entscheiden. Wir haben daher das fl-oxydierte Glutars~uredinitril gewahlt.

fl-I-Iydroxyglutars~turedinitrfl 1 (CN-CH~-CHOH-CH2-CN) ist im Gegensatz zu dem hochtoxischen Glutars~uredinitril praktisch ungiftig. In aquimolekularer Menge und Konzentration zur therapeutisehen Dosis yon Succinodinitril am Cornearest konnten beim Kaninchen naeh intraven6ser Verabreichung niemals toxische Nebenwirkungen beobaehtet werden. Die LD100 fiir Kaninehen betriigt bei subeutaner Injektion 1600 mg/kg K6rpergewicht, die LD10 800 mg/kg K6rpergewieht, also nahezu das 40faehe der therapeutischen Dosis (siehe unten).

fl-Hydroxyglutarsauredinitril ist in 30%igem Propylenglykol gelSst. Die farblose LSsung nimmt beim Stehen in Zimmertemperatur eine br~unliehe Verfarbung an. Da dureh Zusatz reduzierender Substanzen (I-[ydroehinon, Aseorbins~ure usw.) die Braunf~irbung nicht verhindert werden konnte, scheint es sich nioht um eine bloBe Oxydation zu handeln. Dagegen seheint auoh noch bei den yon uns verwen-