Nordal und OisetP) berichteten kiirzlich iiber die Isolierung eines Plavonolglykosides aus den Friichten von Rosa canina, das bei der sauren Hydrolyse K a m pf e r o l und Glucose lieferte, aber mit keinem der bisher bekannten Kampferolglucoside Identitat zeigte. Wie in einer kurzen Mitteilung2) be
Über die Phytoxanthine der Löwenzahnblüten. Flavoxanthin
✍ Scribed by P. Karrer; J. Rutschmann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1942
- Tongue
- German
- Weight
- 381 KB
- Volume
- 25
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Die Carotinoide cler Lowenzahnbluten (Taraxacnm officinale) sind schon wiederholt untersucht worden. Palmer1) wics darin spektroskopisch neben Carotin mindestens drei Phytoxanthine nach, von denen eines in alkoholischer Losung mit Salzsaure Blaufarbung zeigte. Vermutlich dieser letztere Hinweis bewog ZechmPister2) zu der Annahme, dass unter diesen Phytoxanthinen auch Violasanthin enthalten ist, das sich bekanntlich in konz. wasseriger Salzsaure blau farbt. Die Isolierung eines Phytoxanthins aus den Bluten gelang erstmals 19303) j es war Xanthophyll, mit dem Carotinoid aus griinen Bliittern identisch. D i m h Anwendung des chromatographischen Reinigungsverfahrens erhielten R. 1iuh.n und L e d e w r 4 ) spater aus tleni rohen Carotinoidgemisch neben Xanthophyll einen zweiten Farbstoff, clas Taraxanthin, dem die Formel C4,,Hj604 zukommt. In der Absicht, das letztgenannte Pigment herzustellen, haben wir 103 000 Lowenzahnbliiten, Ernte 19-12, verarbeitet. Die Rluten wurden in der Xahe von Ziirich und im Kanton Aargnu gesammelt untl frisch extrahiert. Zu unserer Uberraschung konnten wir aber in cliesem Naterial keine nachweisbare Menge Tarasanthin fest-,stellen, dagegen neben Xanthophyll relativ vie1 F l a v o x a n t h i n . Man wircl daher annehmen mussen, class unsere Lowenzahnbliiten einer anderen Varietat von Taraxacum entstammen als die von Kltlzn nnd Lederer untersuchten oder dsss die Umweltsbedingungen tler Pflanzen verschiedene Einflusse auf die Zusammensetzung des C'arotinoidgemisches ausubten. Nach dieser Peststellung ist vorauszusehen, (lass Natur und i\lischungsverhaltnis von Carotinoiden auch in anderen Pflanzen gelegentlich variieren werden.
Flavoxanthin ist erstmals in den Bliiten des seharfen Hahnenfusses (Ranunculus acer) aufgefunden worden5) j nach qualitativen Versuchen sol1 es auch im Fruhlingskreuzkraut (Senwio vernalis) auftreten, sorist aber m n i g verbreitet sein. Es scheint aber, dass es (loch haufiger vorkommt als man bisher glaubte, denn wir konnten es nicht nur aus Lowenzahnbluten, sondern auch aus gelben Stiefmutterchen (Viola tricolor) isolieren.
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