## Abstract Nickel ist in den Lösungen von HCL, NaCl and NiCl~2~ stets von Anfang an aktiv. Vollkommen deckschichtfreie Nickeloberflächen werden jedoch am besten durch eine 7 oder 8 mal wiederholte anodische Behandlung erhalten. Das Nickel geht in diesen Lösungen vorerst stets aktiv und als zweiwer
Über die Passivität des Thalliums in Perchlorsäure-, Salzsäure-, Natriumchlorid- und Natriumsulfatlösungen
✍ Scribed by Willi Machu; Ezzat M. Khairy
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1954
- Tongue
- German
- Weight
- 740 KB
- Volume
- 5
- Category
- Article
- ISSN
- 0947-5117
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✦ Synopsis
Abstract
Während in Perchlorsäurelösungen und Natriumsulfatlösungen nur ein einziger schneller Abfall der Stromstärke beobachtet werden konnte, wurden in den Chlorionen enthaltenden Elektrolyten zwei aufeinander folgende Stromstärkeabfälle festgestellt. Dies beweist, daß zwei verschiedene Stadien der Passivität auftreten. Das Zeitgesetz der Bedeckungspassivität von Müller‐Machu wurde für beide Stromstärkeabfälle als streng gültig gefunden, was auf eine mechanische Passivität des Thalliums durch Deckschichten hinweist.
Durch Potentialmessungen konnte gezeigt werden, daß das anodische Verhalten des Thalliums durch sein Auftreten in zwei Wertigkeitsstifen, nämlich Tl^+^ und Tl^3+^ gekennzeichnet ist. In allen untersuchten Elektrolyten geht das Thallium zunächst und unabhängig von der angewandten Stromdichte als Tl^+^ in Lösung. Dieser Vorgang kann, je nach der angewandten Stromdichte und dem benutzten Elektrolyten, nur einige Sekunden (z. B. in 0,48 n HClO~4~) oder bis mehrere Minuten (in Chlorionen enthaltenden Lösungen) dauern. Auch die passivierende Deckschicht besteht in der ersten Stufe des Passivierungsvorganges aus einer Thallium‐I‐Verbindung. Bei weiterem Stromdurchgang tritt an der passiven Anode eine Umwandlung des Metalles ein, wobei es nunmehr wieder unter Aussendung von Tl^3+^‐Ionen in Lösung geht. In dieser Verbindungsform erfolgt dann eine zweite mechanische Passivierung durch eine Deckschicht, die aus einem Thallium‐III‐salz besteht.
Es beruhen somit alle Arten von Passivität nur auf der Ausbildung von Deckschichten.
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