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Über die Natur des transkapsularen Potentials der Linse

✍ Scribed by G. Andrée


Book ID
104740187
Publisher
Springer
Year
1958
Tongue
English
Weight
518 KB
Volume
267
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


B~I~DL~¥ 2 hat als erster ein von der Linse des Auges ableitbares Potential beschrieben. Schon einige Zeit vorher haben Flsc~~~ 6 sowie I-IAmalS und Mitarb. ~ u. a. die Ionenzusammensetzung des Linseninneren untersucht und gefunden, daß hier im wesentlichen eine gleiche Verteilung wie innerhalb tierischer Zellen vorlag. Auch die Permeabilitätsverhältnisse der isolierten Linscnkapsel waren u. a. schon von LANom~~ U. OAVSON 10 sowie I:)AU u. STÜTTGEN 14 untersucht. Wenn auch B~IN»-L~¥ ~ glaubt, das von ihm beschriebene Linsenpotential sei weniger an der Linsenkapsel als vielmehr an der Linsenfasermembran entstanden zu denken, so bestand doch Grund zu der Annahme --schon wegen der nachweisbaren Stoffwechselaktivit/~t der Kapsel (DlscH~ u. E~~LICH 4) __ die eigentliche potentialhildende Membran sei die Kapsel. Bei Richtigkeit dieser Annahme wäre die Linse jedoch ein leicht zu untersuchendes und zugängliches Modellobjekt einer tierischen Zelle überhaupt.

Die vorliegenden Untersuchungen sollen die Bedeutung der Kapsel als Membran für dieses Linsenpotential (VL), den Einfluß eines Stoffwechselinhibitors und in weiteren Experimenten die Wirkung verschiedener Ionen auf dieses Vz klären helfen.

Methodik

Die Versuche wurden im Frühjahr und Sommer 1957 an isolierten Linsen vorwiegend von l~ana temporaria durchgeführt.

Vor und hinter dem Limbus corneae wurde der isolierte ]~uIbus unter einem Luposkop (Zeiss Opton) durch Circulärschnitt eröffnet und die Sldera mit Pigmentepithel einerseits, sowie Cornea und Irismitte andererseits entfernt. Irisrand und Ciliarkörper wurden an der Linse belassen, um diese nicht durch Zug an den Zonu]a-Fasern zu verletzen. Nach der Präparation wurde sie in die von der l~inger-bzw. Testlösung durchströmte Warme ge]egt, deren Inhalt mit nur 0,25 cm s einen schnellen Flüssigkeitsaustausch ermöglichte.

Es wurde die von ADtUAN 1 angegebene l~inger-Lösung verwandt, der 20 mM Glucose zugesetzt und deren pH-Wert konstant auf 7,2 gehalten wurde. Zwecks Erhaltung der Isotonie wurde bei Erhöhung der Kalium-Aul3enkonzentration --[K]adiejenige des Natrium --[Na]a-entsprechend vermindert. Die Verwendung eines von ~LB u. STBMP~I~I 9 angegebenen Zweiwegehahnes erlaubte einen * Durchgeführt mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft.


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