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Über die Methylierung des alkoholischen Hydroxyls in den Kodeinen. II. Methylierung des Iso- und Pseudokodeins

✍ Scribed by Pschorr, R. ;Dickhäuser, F.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1912
Weight
198 KB
Volume
45
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


des Versnchs habe ich aber wegen der hijchst unangenehnien liigenschaften des nenen Mercaptans geglaubt Abstand nehmen zu konnen: die Verbindung riecht worniiglich noch wiederwiirtiger als die niedereu Homologen, haftet inehr, verursacht Kopfweh und Ubelkeit.

Ich babe es unter diesen Bedingungen auch unt assen, noch hoher in der Reihe der Settaromatischen Mercaptane herxufzusteigen : denn der bisherige Befund geniigt bereits zur Beantwortiing der eiugangs aufgeworfenen Frage: er zeigt, dnB in der Beeinflussung des Geruchs das Sulfhydryl der fettaromatischen Kette weit iiberlegen ist ; sein EinfluB kommt immer niehr zur Geltring, wenn die an sich bier scbon relativ geringe Wirkung der I(ob1enwasserstoffreste CsHs.(CH2),-, durch VergrBBerung der Zahl der hlethylengruppenwie bei den Alkoholen -weiter geschwacht wird. 202. R. Pschorr und F. Dickhauser: Ober die Yethylierung des alkoholischen Hydroxyls in den Kodeinen. II. Methylierung' des 180-und Pseudokodeins. [ Aiis den1 Chemischen Institut der Universitst Berlin.] (Eingegangen am 13. Mai 1911.) Vor einiger Xeit lconnten wir mitteilen'), dab es gelingt, im Morphin, Kodein und i n den Met.hylniorphimethinen das a l k o h ol i s c h e H y d r o x y l zii m e t h y l i e r e n , wenn man diese Basen in wghiger, alkalischer Liisung oder Suspension mit eiuem Uberschufl von Dimethylsulfat oder Jodmethyl bei gelinder Temperatur behandelt. Gleichzeitig erfolgt dabei die Umwandlung der Baseu in ihre quaterniiren Slkylate, z. B.: C16H1, O(OH)(OCH:,)N(CHI) -+ C16H14 O(OClIs):,N(CHs)lJ Kodein .Methy I*-kodein-jodmethylat. Mit dein gleicben Erfolg konnte diese Methode nunmebr zur Gewinnung der M e t h y l a t h e r d e s I s ouod P s e u d o -k o d e i n s verwendet werden. Dabei ergab sich, dsB das Methplierungsprodukt des P s e u d ok o d e i n s identisch mit dem quaternaren Salz desjenigen Kodeinmethylathers war, den K n o r r und R o t h 2, aus a-Chloro-kodid und .Natriummethylat erhalten batten. Da bei unserem Verfahren ein Ubergang der normalen in die Pseudo-Reihe (durch Wanderung des Hydroxyls bezw. Xethoxyls) als ausgeschlossen gelten muB, so ergibt I) B. 44, 2633 [1911]. 2) B. 44, 2755 [1911].


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