Über die Lokalisation der erhöhten Wärmeproduktion bei der chemischen Wärmeregulation
✍ Scribed by Sz. Donhoffer; Gy. Szegvári; I. Varga-Nagy; I. Járai
- Publisher
- Springer
- Year
- 1957
- Tongue
- English
- Weight
- 526 KB
- Volume
- 265
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Der alte Streit, ob es eine chemische Wärmeregulation ohne mototische Muskelaktivität überhaupt gebe 5-9,14-17, 21, 2a, 2«, 29-31, 33, 35-4% 42, 45, 47-51 konnte noch keineswegs beigelegt werden, ja die Versuche von GöPr~RT U. Mitarb. ls-19, in denen sie in kühler Umgebung eine recht lebhafte Muskelfaseraktivit/it ohne sichtbares Zittern registrieren konnten, haben ihm von neuem Aktua]it/~t verliehen.
Meistens wird es als mehr oder weniger selbstverständlich angenommen, daß die Steigerung des Energieumsatzes in der Skeletmuskulatur erfolgt. THAV~R kommt in seiner Monographie 49 zum folgenden Schluß : ù1. es gibt eine chemische W/~rmeregulation im engeren Sinne; 2. an dieser ist die Muskulatur und --vielleicht auch --die Leber beteiligt." Diese Ansicht THAV~~s ist wohl auch heute die verbreiteteste. Andere lassen selbst dieses vorsichtige ,vielleicht" weg, erwähnen die Leber überhaupt nicht und erblicken allein in der Muskulatur den Sitz der erhöhten Wärmebildung ~s oder sprechen Reaktionen außerhalb des Muskels nur eine ganz untergeordnete Rolle zu is; andere gehen noch weiter und meinen, daß eine Regulation im engeren Sinne bei akuter Abkühlung quantitativ überhaupt nicht in Betracht kommen kann 19 Naturgemäß erblicken alle Forscher, die eine chemische Regulation in engerem Sinne ablehnen, in der Muskulatur die alleinige Quelle der durch Kälte erhöhten Thermogenese. Es muß jedoch bemerkt werden, daß eine Steigerung des Muskelstoffwechsels auch ohne motorische Aktivität nach Durchschneidung der motorischen Nerven 1»,16 sowie nach vollkommener Entnervung 24 mehrfach nachgewiesen wurde.
Bei gründlicher Durchsicht des Schrifttums erscheint jedoch die Alleinund selbst die Vorherrschaft der Muskulatur in der chemischen Wärmeregulation wohl etwas weniger gesichert, als meistens angenommen wird.
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