𝔖 Bobbio Scriptorium
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Über die Konstanz des Membranpotentials bei spontanen Änderungen der Ionengradienten am normalen und denervierten Rattenzwerchfell

✍ Scribed by Heinz Lüllmann


Book ID
104740193
Publisher
Springer
Year
1958
Tongue
English
Weight
737 KB
Volume
267
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Das Membranpotential der lebenden Zelle ist den Ionengradienten korreliert. Von GoL»~A~ stammt ein theoretischer Ansatz, der Membranpotential, Membranpermeabilit~tt und Ionengradienten in einer Gleichung zusammenfaßt. In ihr sind folgende vereinfachende Annuhmen enthalten: 1. Die Ionen bewegen sich innerhalb der Membran auf Grund eines Diffusionsgef~lles und eines elektrischen Feldes so wie in einer w~ßrigen Lösung. 2. Das elektrische Feld ist innerhalb der Membran konstant. 3. Die Ionenkonzentration am Rande der Membran entspricht der in den angrenzenden w~ßrigen Lösungen. 4. Die Membran ist homogen. Dieser theoretische Ansatz wurde von Ho~)GKI~ u. KXTZ biologischen Fragestelhingen angepaßt und auf das I~iesenaxon des Tintentisches angewandt. An diesem Organ ergab sich eine gute Übereinstimmung zwischen dem gemessenen und errechneten Membranpotential. Da sich auch an der Skeletmuskulatur des Kaltblüters diese l~bereinstimmung zeigen ließ, untersuchten wir jetzt, ob der Zusammenhang zwischen Ionengradienten und Membranpotential auch am Skcletmuskel der Ratte durch die GoLI)~A~-HoDGKI~-KATz-Gleichung adiiquat beschrieben wird. Nachdem ~r das Membranpotential des normalen und denervierten Rattenzwerchfells in vitro gemessen hatten (LÜLLMANlV U. PRACHT), wurden jetzt unter identischen Versuchsbedingungen der Extracelhil£rraum, der Wassergehalt und die K-, Na-und C1-Konzentrationen des Diaphragma bestimmt, um die Ionengradienten dieses Muskels errechnen zu können. Über die Folgerungen, die sich aus dem Vergleich des gemessenen mit dem errechneten Membranpotential unter den verschiedenen Versuchsbedingungen ergeben, soll im folgenden berichtet werden. ~Iethodik Das Gewicht der Ratten betrug zwischen 150 und 280 g, die Zwerchfelle wurden durch Phrenieusexh~rese in Äthern~rkose denerviert (L$LL~A~~ U. ~vse~oLL). Die isolierten Hemidiaphragmen wurden unter denselben Bedingungen im :Bad aufbewahrt, wie von LÜLLMANl~ u, PRACHT und iV~~'SCItOLL zur Messung des Membranpotentials.