𝔖 Bobbio Scriptorium
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Über die katalytische Kondensation von Aceton bei hohen Temperaturen und Drucken. (I. Mitteilung)

✍ Scribed by Ipatiew, W. ;Petrow, A. D.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1926
Weight
286 KB
Volume
59
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


KataZgtische Kondensation von Aceton (I.). 2035 318. W. I p a t i e w und A.D. P e t r o w : Ober die katalytische Kondenaation von Aceton bei hohen Temperaturen und Drucken. (I. Mitteilung). (Eingegangen am 13. Juli 1926.) W. I p a t i e w l ) hat mitgeteilt, daB das A c e t o n beim Erhitzen in einem eisernen R o h ~ vomiegend in K o h l e n d i o x y d und Grenz-Kohlenwassers t off e zerfallt; daneben entstehen aber in geringer Menge auch fliissige Produkte von ungesattisem Charakter. Bei der Hydrierung von Aceton in Gegenwart von CuO und Zn wurden von W. I p a t i e w und G. B a l at s c h i n s ki2) als Nebenprodukt der Reaktion auch Kondensationsprodukte des Acetons von ungesattigtem Charakter erhalten, und zwar mit Zinkstaub in bedeutend groljerer Menge als rnit Kupferoxyd. Senderens,) erhielt, als er Aceton bei 350' iiber Al,O, leitete, auBer dem gasformigen Gemisch von CO,, CO und C2H,, noch eine unterhalb zoo0 siedende Fliissigkeit, die, wie er nachwies, M e s i t y l o x y d und P h o r o n enthielt. Bekanntlich sind diese beiden letztgenannten Produkte der Aceton-Kondensation nicht die einzigen ; bei Anwendung verschiedener kondensierender Agenzien wurden auljerdem i -P h o r o n , X y l i t o n u. a. erhalten4). Des weiteren bildet sich aus Aceton durch Einwirkung von Schwefelsaure auch Mesitylen, und zwar, worauf einige Tatsachen schliel3en lassen, nur aus Roh-Aceton6). R e c k l e b e n und Scheiber6), welche zur Darstellung von Hexamethylbenzol Uberleiten eines Gemisches von Aceton und Methylalkohol iiber M,O, bei 400° empfehlen, nehmen an, daB sich das Aceton zuerst zu Mesitylen kondensiert ; sie stiitzen aber diese Annahme nicht durch experimentelle Befunde und lassen die Frage ununtersucht, ob unter den gegebenen Bedingungen die Kondensation des Acetons zu Mesitylen iiberhaupt moglich ist. Nach den Beobachtungen von Greene') wird beim Erwarmen von Aceton mit ZnC1, neben verschiedenen ungesattigten Kohlenwasserstoffen, wohl Hexamethyl-benzol, aber kein Mesitylen erhalten ; desgleichen beobachtete auch Senderens8) beim Uberleiten von Aceton iiber Al,O, kein Mesitylen. Um den EinfluS von hohen Temperaturen und Drucken auf die Art der Kondensation des reinen Acetons aufzuklaren, haben wir im Hochdruck-Apparat von W. I p a t i e w eine Reihe von Versuchen angestellt, die weiter unten im experimentellen Teil der Arbeit genau beschrieben sind. Als Katalysatoren benutzten wir A1,0,, ZnC1, u. a. Die Versuchs-Temperaturen schwankten zwischen 300° und 500'. Der maximale Druck betrug 200 Atm. Die Ergebnisse sind : I. Als Hauptprodukt der Kondensation entsteht Mesitylen, und zwar mit bedeutend hoherer Ausbeute als bei der Einwirkung von Schwefelsaure auf Aceton.

l) B. 37, 2979 [1904]. *) S t a d l e r , A. 111, 279; K a c h l e r , A. 164, 78; P i n n e r , B. 16, 588 [188z].


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