Über die gegenseitige Beeinflussung von Chemotherapeutica und Antibiotica
✍ Scribed by J. Granitz; R. G. Janke
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1954
- Tongue
- English
- Weight
- 405 KB
- Volume
- 197
- Category
- Article
- ISSN
- 0340-3696
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✦ Synopsis
Die aus der Literatur bekannten Arbeiten fiber die kombinierte Wirkung zweier Antibiotiea, oder Antibiotica und Chemotherapeutiea, wurden mit Bakterien als Testorg~nismen ausgeffihrt. Im Gegensatz hierzu wurden zu den nachfolgend beschriebenen, in der Wiener Universit/~tsklinik far Geschlechts-und Hautkrankheiten durchgefiihrten Versuchen Hyphen-und SproBpilze herangezogen.
Die Ermittlung der 100°/oigen Hemmung ist mat groBen Fehlern behaftet, demgem~B ungenau und ist ~ar Vergleichszwecke wenig geeignet. ]3ei der Auswertung yon Pflanzenschutzmitteln bestimmt man daher immer Partialhemmungender Sporenauskeimung; diese werden als dosis e~ectiva, abgekarzt ED, bezeichnet. Zumeist benutzt man den EDs0 bzw. ED95-Wert, d.h. jene Konzentration des Mittels, das eine 50-bzw. 95O/o Hemmung der Sporen bewirkt.
Wir haben diese Methode auch far unsere Zwecke herangezogen, und zwar folgte Bestimmung der EDs0 bzw. ED95-Werte nach der Objekttri~ger-Strieh-Methode.
Als Ni~hrmedium verwendeten wir bei allen Versuchen Sabouraud-Agar, und zwar wurde dem doppelt konzentrierten Ni~hrboden das Chemotherapeutieum nach dem Prinzip einer f~llende n geometrischen t~eihe mit dem Faktor 1/2 beigemischt. Diese Halbierungsreihe erfuhr vielfaeh dutch Einschaltung weiterer Glieder eine feinere Unterteilung.
Als Hauptmittel kamen Undecylensi£are, Nipagin und Vioform zur Verwendung. Die Antiobiotica, und zwar Penicillin, Terramycin und ChloromycetJn (die unter der Bezeiehnung Zusatzmittel in der Berechnung zu finden sind), wurden in drei Konzentrationen, nnd zwar 500, 100 und 20 rag/l, dem jewefligen Hauptmittel zugesetzt.
Als Testorganismen fungierten Epidermophyton floceosmn, eine Fusarium-Art, und I~hodotorula rubra. Bei den ersten zwei Arten wurde eine 2Vfakroconidien-Aufschwemmung ffir die Beimpfung verwendet, bei der Rhodotorul~ die Sprol]zellen einer 24stiindigen Kultur; bei allen Versuchen wurde mit einer Million Makroeonidien bzw. Sprol]zellen je ml gearbeitet.
Mit dem Nahragar, der das Hauptmittel oder das Zusatzmit£el bzw. die Kombination beider enthielt, win'den auf Objekttr~ger je 6 Querstriche aufgetragen, die mit der ausgez~hlten Suspension der Testkeime beimpft wurden. Die Bebrfitung dieser Objekttr~gerkulturen effolgte in feuehten Petrischalen far 24 Std bei Raumtempe-ra~ur. Nach dieser Zeit wurde die Ausz~hlung der Keimungsprozente vorgenommen; je Querstrich wurden 100 Conidien bzw. Sprol3zellen durchgezi~hlt und die Zahl der gekeimten und nichtgekeimten ZeUen bestimmt.
Die Versuche wurden in Parallel-l~eihen angesetzt und je Konzentration auf jedem Objekttr~ger zwei Querstriehe angebracht. So konnte aus der Durehz~hlung 34*
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## Abstract 1. Die Serum‐ChE des Menschen wird durch Percain, Irgamid und Isopropyl‐antipyrin stark, die ChE von menschlichem Gehirn und Erythrocyten werden nur schwach gehemmt. Morphin hemmt alle drei ChE ungefähr gleich stark, Coffein nur die Serum‐ChE.