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Über die Fortschritte auf dem Gebiet der Eisenhüttenkunde in den letzten Jahren

✍ Scribed by Dr.-Ing. K. Dornhecker


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1920
Tongue
English
Weight
899 KB
Volume
33
Category
Article
ISSN
0044-8249

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Der nachstehende Bericht soll auf Grund des in der Literatur veroffentlichten Materials eine Auswahl der praktisch wichtigeren Neuerungen auf dem Gebiete der Eisenhiittenkunde seit dem Beginn des Jahres 1912 geben, unter AusschluB derjenigen, die in das Gebiet der eigentlichen Technologie, der Weiterverarbeitung des Eisens durch GieBen, WaIzen, Schmieden, Pressen usw. fallen. Die E'iguren sind mit Genehmigungi,der Zeitschrift ,,Stah1 und Eisen" entnommen.

I.' R o h e i s e n e r z e u g u n g. tllber die Bewegung der Roheiseneneugung in den drei wichtigsten Eisenindustrielandernfgibt Zahlentafel 1 AufschluD, welche die Jahreserzeugung derselben in Millionen t erkennen liiot.

Bei der wachsenden, nur durch den Krieg etwas gehemmten Roheisenerzeugung ist in neuerer Zeit der Vorrat an erstklassigen Erzen in den Hauptindustrielandem gegen friiher bedeutend zuruckgegangen, BO daB man vielfach aus wirtschaftlichen Griinden gezwungen war, Erze zu verhiitten, die man wegen ihres geringen Eisengehaltes oder wegen ihrer ungeeigneten physikalischen Beschaffenheit friiher als unbrauchbar verwarf. Insbesondere steht die F r a g e d e r w i r t s c h a f t l i c h e n V e r h i i t t u n g f e i nk o r n i g e r E r z e im Vordergrunde des Interesses. Die direkte Verhiittung groBer Mengen von Feinerzen hat fur den Hochofenbetrieb mancherlei Nachteile im Gefolge, , deren Wirkung mit der Erhohung des Winddruckes sowiezder Ofenleistung noch mehr in die Erscheinung trat. Erschwerte Ofenfuhrung durch Bildung von KanZilen in der Beschickungssiiule, Hiingen und Stiirzen der Gichten, vermehrte Gichtstaubmengen und Erzverluste, Schwierigkeiten und Kosten der Gasreinigung fiir den Kraftgasbetrieb, das alles waren Griinde, die eine tfberfiihrung der mulmigen Erze in Stiickform wiinschenswert emheinen lieBen; mit den Feinerzen kam dann auch der Gichtstaub zur Verarbeitung. Um ungefiibr ein Bild von der bedeutenden Menge der pdvrigen Erze zu bekommen, sei z. B. erwtihnt, daB nach S o r g e I ) im lothringisch-luxemburgischen Gebiet allein bei der Eisenerzforderung 15%, d. h. etwa 3,6 Mill. t auf feinea Erz entfallen. Die Verfahren zur StiicMgmachung der feinkornigen Materialien konnen nach W e i s k o p f 2, zweckmkilig in Brikettierungs-und Sinterverfahren geschieden werden. Ein in letzter Zeit als geeignetes Bindemittel zur E r zu n d G i c h t s t a u b b r i k e t t i e r u n g benutztes Material ist in dem bei der Trockengasreinigung in groBen Mengen gewonnenen Gichtstaub (,,Gasfilterstaub") gefunden worden. Nach K i p p e a) wird der Gasfilterstaub dem Materiale in Mengen von 5-10y0 zugemengt, das Gemisch geprel3t und unter gespanntem Dampf von 7-10 Atm. uberdruck etwa 6-10 Stunden lang erhartet. Ganz beaonders haben doh in den letzten Jahren die S i n t e rv e r f a h r e n eingebiirgert und entwickelt, nachdem das G r o n d a 1v e r f a h r e n, das die Agglomerierung der ohne Bindemittel in einer Presse geformten Ziegel durch Brennen in Kanalofen bewirkt, innbesondere in den nordischen Landern groDe Verbreitung gefunden hat. Eine Verbesserung hat dieses Verfahren, dem zu hohe Gel) Stahl u. Eisen 33, 143 [1913]. p, Stahl u. Eisen 33, 276 [1913].


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