Über die Farnkrautvergiftung der Ratte
✍ Scribed by J. Hodler
- Publisher
- Springer
- Year
- 1954
- Tongue
- English
- Weight
- 858 KB
- Volume
- 259
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Seit den ersten Veröffentlichungen G~~]~~¢s 1~, I über die nach Verfütterung von rohen Fischen auftretende CHASTEKSche Paralyse der Silberfüchse wurden Vorkommen, biochemische und biologische Bedeui tung des CHAST•K-paralysis-factors eingehend untersucht (für Literaturangaben siehe ag, 21, es, 31). Es erwies sich, daß die biologische Inaktivierung des Aneurins durch diesen Faktor nicht auf einer Verdr~ngung des Aneur'ms durch eines seiner zahlreichen inhibitorischen Analoga, sondern auf einer möglicherweise mehrstnfigen Spaltung des Pyrimidin-Thiazolkomplexes beruht sl, so und weitere durch Strukturänderungen das Ar, eurinmolekül biologisch inaktivierende Stoffe wurden in rascher Folge in verschiedenen Kalt~blü¢ern und Pflanzen nachgewiesen. Nach JACOB-so~~ und AZ~VEDO lv, EtAtS, Jo~~s und EtAts 9 und SoMoGYI al bestehen zwischen pflanzlichen und tierischen Extrakten sehr wesentliche Unterschiede m Konstitution und Wirkungsweise der wirksamen Stoffe und es muß auch innerhalb der einzelnen Extrakte mit dem Vorkommen mehrerer aktiver Komponenten gerechnet werden. Da ferner über die Natur der Inaktivierungsreaktion, namentlich über einen möglichen Fermentcharakter derselben, noch keine volle Einigkeit herrscht, scheint es zweckmäßig, die ganze Stoffgrnppe vorl/~ufig unter dem Begriff von Antianeurinfaktoren zusammenzufassen (v. ~V~~T 25).
Im Fütterungsversnch der Ratte stellte sich als hochwirksame pflanzliche 2mtianeurinquelle das Farnkraut heraus. Die ersten Angaben über auch für die Ratte $oxische Wirkungen der beim Rindvieh sei~ altersher als schädlich bekannten l~arnkrautverfütterung stammen von W]~swiG, F~~~D und HAAG a~. Sie stellten fest, daß Ratten bei Vorlage eines 15--40% Farnkrau~ enthaltenden Futtergemisches nach kurzer Zeit an Gewicht verloren und unter Axtorexie, Abmagerung und Polyneuritis starben. Die Symptome der Erkrankung erinnerten weitgehend an Aneurinmangel, trotzdem der Aneuringehalt des verwendeten l~attenfutters mit 200--600 y/100 g die Erhaltungsdosis für normales Rattenwachstnm (80--100 y/100 g) bei weitem überbraf. Große Aneurindosen
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