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Über die Einwirkung von Ozon auf die Alkalimetalle, Ammoniak und Substitutionsprodukte des Ammoniaks

✍ Scribed by Strecker, Wilhelm ;Thienemann, Heinz


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1920
Weight
987 KB
Volume
53
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Die vorliegende Untersuchung wurde zuniichst unternommen, urn die Zusammensetzung und wenn moglich die Konstitution der Produkte zu bestimmen, die schos von B a e y e r und V i l l i g e r l ) , Bach2) und W. Tr aiihe3) bei der Einwirkung von Ozon auf konz. Kali-oder Natronlauge erhalten worden sind. Vor allem erschien es wunschenswert festzustellen, wie sich das O z o n gegen die f r e i e n A l k a l i m e t a l l e selber verhklt, um die Annalime von W. T r a u b e , daB die erwahnten Verbindungen als wasserstoff. freie Metall-Sanerstoff-Verbindungen aufzufassen seien, auf ihre Richtigkeit zii prufen. Die Ilauptschwierigkeit bestand dabei in der Auffindung eines Losungsmittels fur die freien Alkali-Elemente. Nach vergeblichen Versuchen mit Amalgamen und auch mit Alkoholat wurde schlieBlich A m m o n i a k a l s L o s u n g sm i t t e l benutzt, das, in einer Kaltemischung aus fester Kohlensiiure und Ather verflussigt, die Alkali-und Erclalkalimetalle ziemlich leicht aufzulosen vermag. DaB eine Reaktion zwischen Ozon und Ammoniak selbst storend einwirken konne, schien wenig wahrscheinlich, da M a n c h o t und K a m p s c h u l t e ' ) bei ihren Versuchen stets nur das Auftreten einer Farbung beohachtet hatten, so daB zu erwarten .war, daB die Isolierung der sich fest abscheidenden Alkaliverbindungen, selbst bei gleichzeitiger Bildung eines Ozon-Derivates des Ammoniaks, keine besonderen Schwierigkeiten bieten wiirde. D e r abspaltbare Sauerstoff sollte dann durch Erhitzen der Verbindungen auE 250-3000 in Freiheit gesetzt und gnsometrisch bestimmt werden, wahrend der Alkaligehalt sich aim einer Titration des Ruckstandeb ergeben muBte.

Anfinglich schien auch der Yerlauf der Yersuche den gehegten Erwartungen zu entsprechen, denn heim Einleiten yon Ozon in die blaue Losung von K a l i u m i n fliissigcm Ammoniak entstand zuerst eine weiBe, gallertartige Masse, die blaue Farbe verschwand, desgleichen die erst entstandene weiBe Masse, und man erhielt eine bis zur Undurchsichtigkeit tief orange geflrbte Losung und einen ebenso gefLrbten Niederschlag, der die fragliche Ozonverbindung darstellte. Das Reaktionsprodukt zeigte ganz die von T r a u b e beschriebenen Eigenschaften. Mit Wasser oder verdijnnten Sauren wurde stdrmiscli I ) B. 38, 3038 [1902]. 3) €3. 45, 2201, 3319 [1912]. 2) B. 36, 3424 [1902]. 4, B. 40, 4984 [1907]. Berlchte d. D. Chern. Gesellschaft. Jahrg. LIII. 137 ') A. 174, 49; B. 7, 1481 [1874]. 3) B. 40, 4985 11907J. 2, H. 27, 3500 [1894].


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