Über die Einwirkung von Mercaptanen und Schwefelwasserstoff auf daso-Chlorquecksilber-benzoyl-chlorid
✍ Scribed by Sachs, Georg
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1920
- Weight
- 456 KB
- Volume
- 53
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Die durch besondere Festigkeit ausgezeichnete Bindung zwisohen Quecksilber und Kohlenstoff ist bereits in den verschiedensten Richtungen naher untersucht worden und hat zur Synthese einer Unzahl metallorganischer Verbindungen gefiihrt. Die eigenartige Verwrtndtschattsbeziehung zwischen diesem Ndtalle und anderen Elementen kann sich in diesen Verbindungen in recht bemerkeoswerten Reaktionen LuBern, uber deren Natur wir weit weniger unterrichtet sind. Zunachst sollen unsere Kenntnisse uber das Verhalten gegenuber dem Sulfid-Schwefel, von dem auch die folgende Arbeit handelt, ganz kurz skizziert werden. Die E i n w i r k u n g v o n A l k a l i s u l f i d e n fuhrt bei vielen o r g an i s c h e n Q u e c k sil b e r v e r bi n d u n g e n sofort zur volligen Abspaltung des Quecksilbers in Form von Quecksilbersulfid. AuBer bei unmittelbarer Nachbarscbaft einer Carbonylgruppe ') i6t eine derartige Zersetzlichkeit der organischen Quecksilber-Bindung in wenigen Fallen, wie bei einigeo Naphtholen und Naphthglaminen 2, und den Verbindungen Hg(C Br: CBra)a, IIg(CCI : CCl,), 3), beobachtet worden. Aus den Lijsungeo der meisten iibrigen Korper, die das Quecksilber an einen Kohlenstoffrest gebunden enthalten, werden jedoch die entsprechenden metallorganischen Sulfide geflillt, die einen hohen Grad von Bestandigkeit aufweisen lionnen. K. A. H o f m a n n und P e i g e 1 4 ) haben gezeigt, daB bei Behandlung des Yercarbids C2 Hg, 0 4 Ha, und ihm nahestehender Verbindungen mit Kaliumpolysulfid, zum Teil aucb mit Chlorschwefel in Benzollosung, nur ein Teil des Quecksilbers eliminiert wird und man so zu neuartigen Quecksilber-und Schwefelhaltigen Verbindungen gelangen kann. Fur den Grad der B e s t a n d i g k e i t der erwahnten S u l f i d e g e g e n S a u r e n durfte wohl die Beobachtung von P e s c i 5 ) eine allgemeinere Giiltigkeit beanspruchen, daO aus dern Phenylquecksilbersulfid, (C61T5.Hg)2 S, durch Salzsaure mit gr6Bter Leichtigkeit Schwefelwasserstoff in Freiheit gesetzt wird. Werden jene Sulfide +do& fiir 1) Schoeller nnd S c h r a u t h , B. 42, 783 [1909]; S c h r a u t h und 2) Gadamer, Z. Ang. 26, 637 [1913]. a) K. A. H o f m a n n und K i r m r e u t h c r B. 41, 314 [1908].
4, B. 38, 3654 [1905]. B a u e r s c h m i d t , €3. 4 7 , 2736 [1914]. 5) G. 29, I 3 9 4 [1899].
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lassen, dann abgehoben, mit Wasser gewaschen, etwas eingedampft und im Kiilbchen, welches mit Papier bedeckt war, stehen gelassen. Allmahlich erfolgte dann die Krystallisation. Die Substanz ist maBig schwer mit schwach gelber Farbe loslich in heiBem Alkohol und Ather, leicht in heiBem Benzol, Aceton