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Über die Einwirkung von Amidosulfonsäure auf Kiefernholz (XI. Mitteil. über Lignin)

✍ Scribed by Friese, Hermann ;Ademeit, Horst


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1938
Weight
456 KB
Volume
71
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


1307 214. Hermann Friese und Horst Ademeit: uber die Einwirkung von Amidosulfonsaure auf Kiefernholz (XI. Mitteil. uber Lignin) . [Aus d. Organ.-chern. Institut d. Techn. Hochschule Berlin.] (Eingegangen am 25. Mai 1938.) Dem unbefangenen Beobachter der Chemie des Lignins kann es erscheinen, als ob mit der wachsenden Anzahl der Veroffentlichungen uber diesen Naturst off die Meinungen iiber seine Konstitution immer niehr auseinandergehen, und daB hier das Mosaik der Teilergebnisse nicht, wie es bei anderen Korpern der Fall ist, schlieBlich das Gesamtbild entstehen 1aBt. Wir konnen heute lieder iiber die Art der Bindungen des Lignins mit den ubrigen Holzkonipo-1:enten definitive Aussagen machen, noch ist es moglich, die aliphatische oder aromatische Struktur genau festzulegen, 2enn die letzten Arbeiten von H. H i b b e r t l ) lassen die Ton K. F r e u d e n b e r g angenommene Piperonylkomponente im Lignin fraglich erscheinenz). I n eigenen Arbeiten tcurde bekanntlich die Sulf-acetolyse des Holzes ausgefuhrt, durch die es zum ersten Male gelang, Holz auf verhaltnismaflig milde Art und Weise in losliche Produkte iiberzufiihren, w a r e n d andere Autoren3) unter den Bedingungen der reinen Acetylierung keine oder nur geringe Aufteilung oder Loslichkeit erzielten. Es machte sich nun bei dieser Reaktion die Bildung der Sulfoessigsaure, welche als unerwunschtes Nebenprodukt entsteht, storend bemerkbar, da diese Saure schwer von der Ligninsulfonsaure abzutrennen ist. Urn diesen Nachteil auszuschalten, wurde jetzt versucht, die Schwefelsaure durch die von P. B a u m g a r t e n * ) in letzter Zeit leicht zuganglich gemachte Amidos u l f o n s a u r e zu ersetzen. Von dieser Substanz ist bekannt, daB sie auf aromatische Korper wie Phenole sulfurierend einwirkt. So erhielt K. A. Hofmann5) aus Phenol und Amidosulfonsaure das phenolsulfonsaure Ammonium. A. Quilicoa) dehnte dieses Verfahren auf 2-wertige Phenole und Phenolather aus, die gleichfalls die zugehorigen Sulfonsauren liefern. Der Eintritt der Sulfonsauregruppe erfolgt in o-Stellung.


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