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Über die Coxa valga

✍ Scribed by Hans Georg Hohmann


Book ID
104765351
Publisher
Springer
Year
1957
Tongue
English
Weight
935 KB
Volume
49
Category
Article
ISSN
1434-3916

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✦ Synopsis


Die verschiedenen, sich unter dem Symptom der Schenkelhalssteilheit verbergenden Krankheitsbflder spielen heute in der Klinik im Hinbliek auf frfihzeitige Diagnostik und kausale Therapie nicht nur ffir den Orthop~den, sondern such ffir den Chirurgen, den Pi~diater und nicht zu]etzt ffir den praktisehen Arzt eine bedeutsame Rolle. Aus einer Einteflungsfibersicht dieses Krankheitsbildes, wie sie P. BAn~ u. a. aufste]lten, mag man einmal die Vielzahl und Versehiedenartigkeit der/~tiologisehen Faktoren ersehen. Zum andern sieht man aber such, d~{3 yon den hier genanntenFormen die durch Rachitis bedingte Sehenkelhalsdeformierung durch die moderne Rachitisprophylaxe, -erkennung und -therapie in unserer heutigen Klinik selten geworden ist. Ebenso sind such gewisse F/~lle yon traum~tiseher Coxa valga durch die Kfintschern~gelung u. a. kamn mehr zu sehen. Es erscheint uns jedoch wichtig, dieses Thema unter den Gesiehtspunkten jeweiliger ~tiologie und neuzeitlicher operativer Therapie zu behandeln.

Das Krankheitsbild der Coxa vara bzw. deren erste Beschreibung durch E. MVL~ (1888) lenkte fast zwangsl~ufig das allgemeine Interesse auf die gegens/itzliche Deformit~t des Schenkelhalses, die Coxa valga. LAUENSTEIN beschrieb 1890 erstmals das Vorkommen der Schenkelh~lssteilheit bei einem l~achitisfall und bei 2 yon Amputationsstiimpfen stammenden Pr/~paraten. 4 Jahre sp/~ter schlug HOFM~ISTER ffir diese Schenkelhalsverbiegung die Bezeichnung Cox~ valga vor. Einen grSl3eren ~berblick gewann man abet erst, als ALBE~T (1899) an Hand einer Reihe yon Skeletpr/~paraten aus dem Wiener Museum verschiedene dieser De£ormit~t zu Grunde liegende Ursachen beschrieb. In den folgenden Jahren besch/~ftigten sich vide Autoren mit diesem Thema. AuSer summarischen Betraehtungen, Kasuistiken und Einzelbeobachtungen weist die Literatur aul]erdem eine grSftere Anzahl yon gesondert zu bewertenden Einzelbeobaehtungen auf. So wird yon HACKE~]3~OC~ auf Zusammenh/~nge mit Arthr. deformans und 0steochondritis hingewiesen. Die Epiphyseolysis geh5rt ebenso im weiteren Sinne zu dem Problemkreis (LAcK~IA~N, PITZ]~, RiP,HER). In diesem Zusammenhang sei such auf die yon KLAP]~ beschriebene Cox~ valga ]uxans aufmerksam gemacht, die ~llerdings zu dem Krankheitsbild der angeborenen Hiiftluxation zu reehnen ist. Sie wird jedoch im Hinbliek auf die Differentialdiagnostik bier ebenfalls kurz behandelt~.


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