Über die Cellulose der Jute
✍ Scribed by Adolf Lehne; W. Schepmann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1925
- Tongue
- English
- Weight
- 832 KB
- Volume
- 38
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Lehne u. Schepmann: Ober die Cellulose der Jute 93 zeigen diesen Einflui3 nur in geringem MaDellO). Zwischen pH 7 und 8 liegt ein Maximum der GalIertfestigkeit, das nach beiden Seiten mit steigender [OH'] oder [H'] abfalt, ohne im isoelektrischen Punkt bei pH 5 ein Minimum zu gebenlll).
[ A. 236.1
Uber die Cellulose der Jute.
Von ADOLF LEHNE und W. SCHEPMANN.
Aus der Abteilung fur
Textilchemie des Chemisch-technischen Instituts der Technischen Hochschule Karlsruhe. (Eingeg. l2./9. 1921.) Die Jute, ein wichtiger Vertreter der Lignocellulosen, ist in neuerer Zeit nicht der Gegenstand eingehender Untersuchungen geworden. Wahrend andere Lignocellulosen, vor allem ihr Cellulosebestandteil, hauptsachlich von H e u s e r und seinen Mitarbeitern griindlich untersucht worden sind, liegen uber die Jute nur die Ergebnisse der Forschungen von C r o s s und B e v a n vor. Als Prozentzahlen fur die einzelnen Bestandteile der Jute sind meistens die alten, nicht mehr mai3gebenden Analysenergebnisse H u g o M u l l e r s angefuhrt worden. Auu diesen Grunden haben wir die Jute unter Anwendung der neuesten Methoden analysiert, die alten Ergebnisse erganzt und in manchen Punkten erweitert. Auf dieser Grundlage wurde der Celluloseanteil der Jute untersucht, im besonderen im Hinblick darauf, ob er sich im isolierten, gereinigten Zustand von reiner Baumwollcellulose wesentlich unterscheidet. Weiterhin wurden Beitrage zu der Frage geliefert, ob die Cellulose mit dem Lignin chemisch gebunden ist, oder ob das Lignin lediglich eine Inlirustatioii darstellt. Eine eingehendere Untersuchung dieser letzten Frage haben wir in Aussicht genommen.
Die ersten Forscher, die die Chemie der Jute und ihren Aufbau sorgfaltiger studiert haben, C. F. C r o s s und E. J. B e v a n l ) , kamen auf Grund des Verhaltens gegen chemische Reagenzien [siehe S c h w a 1 b e *), W i t t und L e h m a n n 3 ) , K n e c h t -R a w s o n -L o ew e n t h a 14)] zu der Annahme von vier verschiedenen Komplexen in der Jutefaser. Zunachst zwei Cellulosen: eine a-Cellulose von ziemlich grofier Widerstandsfahigkeit gegen Hydrolyse, die 6 % Furfurol geben SOU, und eine /$Cellulose, die i m Gernisch mit a-Cellulose zuruckbleibt, wenn die Nichtcellulose durch Chlorierung entfernt worden ist, gekennzeichnet durch einen Methoxylgehalt. Die Nichtcellulose sol1 aus einem Keto-R-Hexenbestandteil und aus einem Furfurol liefernden Komplex bestehen. Mit Keto-R-Hexenbestandteil bezeichnen C r o s s und B e v a n denjenigen Faseranteil, der einer Chlorierung Iahig ist. Sie nehmen fur diesen eine Formel an, wie sie H a n t z s c h und S c h n i t e r 5 ) fur das dem Leuko-und 110) 0. G e r n g r o B , Koll. Z. 33, 353 [1923]. 111) S h e p p a r d , S w e e t u. B e n e d i c t , J. Am. Chem. Soc. 43, 544 [1921]; D a v i s u. O a k s , J. Ind. Eng. Ch. 14. 706 [1922] ; 0. G e r n g r o B , Koll. Z. 1. c., und nach noch nichl veroffentlichten Versuchen mit V e r a Z e p 1 e r; vgl. dahingegen R. H. B o g u e , J. Ind. Eng. Ch. 15, 1154 [1923], der bei isoelektrischer Reaktion ein Minimum fand. 1) C r o s s u. B e v a n , Cellu~ose, An outline of the Chemistry of the structural elements of plant, London 1895. -C r o s s u. B e v a n , Researches on Cellulose, 1895-1910. 2) C. G. S c h w a l b e , Die Chemie der Cellulose, Berlin 1911.
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