Über die Bitorsionsdislokation der jugendlichen Epikondylenbrüche
✍ Scribed by K. Pap; J. Szentpétery
- Book ID
- 104765553
- Publisher
- Springer
- Year
- 1957
- Tongue
- English
- Weight
- 424 KB
- Volume
- 49
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Aus dem Institut fiir 0rthopi~die und Unfallchirurgie der Medizinischen Universit~tsklinik Debrecen (Leiter: Dozent Dr. K. PA~) [ ] b e r die B i t o r s i o n s d i s l o k a t i o n der j u g e n d l i c h e n E p i k o n d y l e n b r i i c h e Von K. PAP l i n d J. SZENTP]~TERY Mit 9 Textabbildungen (27 Einzelbilder) (Eingegangen am 15. Februar 1957)
Die Brfiche der Epikondylen (Ek.) des Oberarmes kommen hi~ufig vor (nach SCHUM~ELICK 41%, nach RIESS 10% der Ellbogenbriiche), doch ist ihr Entstehungsmechanismus noch nicht vollsti~ndig gekl~rt. Ihre Versorgung ist daher meistens recht umstimdlieh. An Hand yon 76 derartigen Briiohen haben wit uns bemiiht, die Dislokationen auszuwer~en, da dies die Vorbedingung der leiehten Einrichtung ist.
Der reine radiale Ek.-Bruch ist selten, die hi~ufig vorkommende und daher in der Praxis wichtigere Form --mit der wir uns beschi~ftigen wollen --ist die mit einer abgebrochenen Knochenschale. Der Grund, warum diese Form h~ufiger vorkommt, besteht darin, daft die radialen Ek. schneller verkn6chern als die ulnaren. Der Zusammenhalt ist aber auch vor der Verschme]zung stiirker. So sind diese zumeist keine reinen Ek.-Bri~che (Abb. 1, 2 R).
Bei den ulnaren Ek. trifft die kn6cherne Verschmelzung verhgltnism~ftig spi~ter (ira 15. Jahr) ein, daher sind diese keine reinen Briiche, sondern eher ApophyseoIysen (Abb. 2 U).
Bei der Art der Entstehung der radialen Ek.-Bri~che unterscheidet MATTI den Fall mit gestrecktem bzw. gebogenem Ellbogen. Auf Grund der genaueren Analyse des Entstehungsmechanismus kann behauptet werden, da$ der Fall meistens weder au/ den roll gestreckten noch au/ den voll ¢ebeugten Ellbogen, sondern au{ den instin/ctiv /ederartig 8emi/lektierten Ellbogen geschieht. Dies wird auch durch die RSntgenaufnahmen (Abb. 1, 6, 9) unterstfitzt. ~B. Bei suprakondyl~ren Armbrfichen ist auch ghnliches beobachtet worden. --Daft die Einteilung in ,,Flexions-und Extensionsbrfiche" gewissermaften antiquiert sein diirfte, wird auch yon der Statistik bestgtigt. (Flexionsbrfiche kommen je 1% vor. KOCHE~.) Damit wird selbstverst~ndlich nicht bewiesen, dal] es keine reinen Flexions-oder Extensionsbriiche gibt.
Bei der AblSsung der ulnaren Ek. spielen eher plStzliche Muskelwirkungen bzw. Abrisse eine Rolle.
Dieser Grund der primiiren seitlichen Dislokation ist in der Literatur bekannt (DUNLOP, SMITH, PEDROT, GRAlgNAN). Doeh wir versuchten nicht diese, sondern ]ene Achsendrehungen zu analysieren, welche schon MATTI, RIESS, ST~A~rSS, E ~S T erw~hnten. Bisher wurde weder die hi~ufigste Form dieser Dislokationen noch deren mechanische Ursache endgfiltig gekl~rt.
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