Über die aromatischen und hydro-aromatischen Verbindungen des Braunkohlen-Teers (II. Mitteil.). (Untersuchungen über den Braunkohlen-Teer, IV. Mitteil.)
✍ Scribed by Herzenberg, J. ;v. Winterfeld, E.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1931
- Weight
- 637 KB
- Volume
- 64
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Uber die aromatischen und uahrg. 64 Fraktion I O O -I I O ~ und IIO-IZOO (12 mm) : Die beiden Neutralol-Fraktionen wurden vor dem Ausschiitteln mit Ferrocyanwasserstoffsaure vereinigt. 8 g 01, die bei der Zersetzung der Ferrocyanate erhalten wurden, lieferten 0.25 g reines Semicarbazon vom Schmp. 2260, das sich als identisch erwies mit dem aus der Fraktion 80-IOOO (12 mm) erhaltenen Semicarbazon, da der Misch-Schmp. keine Depression ergab. 2.295 mg Sbst.: 0.495 ccm N (22O, 766 mm). C,H,,ON,. Ber. N z5.rj. Gef. N 25.15. 156. J. Herzenberg und E. v. Winterfeld: Ober die aromatischen und hydro-aromatischen Verbindungen des Braunkohlen-Teem (11. Mitteil.)l). (Untersuchungen iiber den Braunkohlen-Teer, IV. Mitteil.). [Aus d. Institut d. Gesellschaft fur Braunkohlenund $fineralol-Forschung an d. T e c h . Hochschule Berlin.] (Eingegangen am 26. Fehruar 1931.) Uber den Gehalt der Braunkohlen-Benzine an aromatischen Kohlenwasserstoffen liegen nur altere -4rbeiten von Heuslerz), Rosen-tha13) und Oehler4) vor, denen zufolge die Benzine und Teerole, insbesondere in ihren niedrig siedenden Anteiten, aderordentlich reich aii Benzol-Kohlenwasserstoffen sein sollen. So gibt Heusler fiir ein aus mitteldeutscher Braunkohle gewonnenes hichtol einen Gehalt von 34% an Benzol fur die Fraktion 80-930, einen Toluol-Gehalt von sogar 45% und auchfiir die Xylol-Fraktion noch einen Gehalt von ca. 30% nz-Xylol an. Zu ahnlichen Ergebnissen gelangen Rosenthal und Krey, wobei letzterer in einem mit Paraffin01 ausgewaschenen Schwelgas-Benzirl sogar 50 0 1 ; Benzole feststellt und die Verwendbarkeit der Braunkohlen-Benzine als Benzol-Ersatz erortert .
Ohne die so erlialtenen Eigetnisse anzweifeln zu wollen, miissen wir sie doch als nicht mehr mdgebend fur unsere heutigen Verhiiltnisse ansehen, da sidi inzwischen die Gewinnungsweise der Benzine und Teerole aus Braunkohle, insbesondere aber die bei der Entstehung und Abfiihrung der Teerdampfe angewandten Temperaturen, grundlegend geandert haben. Wahrend der Schwelteer zu jener Zeit noch in den altea Rolle-Ofen mit Maximaltemperaturen von 700-9000 hergestellt wurde, haben wir bei den modernen Systemen, dem Generator-Verfahren, dem Verfahren der Kohleveredlungs-A. -G. und selbst bei neuereD Rolle-Ofen mit weit niedrigeren Temperaturen zu rechnen, die bei vorsichtiger Schwelung 450-500° nicht ubersteigen. Der in den alteren Untersuchungen angegebene hohe Gehalt an aromatischen Kohlenwasserstoffen erklart sich somit durch die thermische Zersetzung des Primarteeres, wobei zunachst die hydro-aromatischen Kohlenwasserstoffe zu Aroniaten dehydriert werden, ferner aber auch durch Acetylen-Kondensation aus ungesattigten Spaltstiicken unter dem katalytischen Einfld des-Kokses und seiner Asche-Bestandteile, wodurch aromatische Kohlenwasserstoffe neu gebildet werden, da selbst die Summe von aromatischen und hydro-. --__ l ) I. Mitteil.: B. 60, 889 119.271.
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