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Über den Wasserhaushalt bei Epilepsie

✍ Scribed by Wolf Ludwig Weinland


Publisher
Springer-Verlag
Year
1949
Tongue
English
Weight
804 KB
Volume
183
Category
Article
ISSN
1433-8491

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✦ Synopsis


Die Beobaehtung, dat~ beim Epiteptiker der Wasserhaushalt im Sinne anfal]sbedingter Retentionen gestSrt sei, fiihrte zur Entwicklung zweier Theorien. F~isc~ erbliekt, wie vor ibm ALL~RS und ROHnE, darin einen aktiven Vorgang (kolloid-chemischer Natur), wiihrend Mc QUARRIE und seine Schule die Ansicht vertreten, es handele sich um einen passiven Vorgang. In letzterem Sinne gul~ern sieh auch WuT• sowie HALLAGER und LAUDE~]~IM]~ (Nierensperre).

Die Ansicht, die in der Retention einen aktiven Vorgang erblickt, stfitzt sieh auf das Prinzip, dab die Hydrophilie eines Kolloids mit dessen Dispersitgtsgrad wgchst. Nun soll der Albumin-Globulin-Quotient (normal und beim Epileptiker intervallgr 1,3) in den Tagen vor Anfgllen auf 3,0 ansteigen (FRisco). Durch diese Albuminvermehrung bei normalem Globulin soll das Wasser gebunden und der Niere nieht mehr zur Verftigung gestellt werden. Die zugrunde gelegten Serum-Eiweit~messungen wurden nach der Ammonsulfat-Fgllungsmethode ermittelt. Zu entgegengesetzten Auffassungen kamen KLI~ES und LA~G in {~bereinstimmung mit anderen Autoren (WI~KL]~a). Sie fanden im Serum yon Epileptikern Globu]invermehrung und Albuminverminderung bei unvergndertem kol]oid-osmotischen Druck. Wir verweisen bier auf di~ neueren Auffassungen yore Wesen der Serumproteine und ihrer De-naturierungsmSglichkeit (Jogl)A~). Keine der durch Verwendung verschiedenartiger Ammonsulfatkonzentrationen beliebig zu vermehrenden Fraktionen stellt einen homogenen Eiweil~stoff dar. Die natiirlichen Proteine stellen in LSsung Komplexe yon mehreren Komponenten dar, die durch nebenvalenzartige Bindungen zusammengehalten werden. Die einzelnen Komponenten, die zu einem Komponentensystem zu-sammengefal~t sind, brauchen nicht notwendigerweise identiseh zu sein. Man kann sich sogar vorstellen, dal] aul~er den Eiweil~ketten aueh andere nicht eiweil3artige Stoffe, etwa Lipoide, an der Systembildung teilnehmen (So~:~sE>T). Mit einer Fi~llung der Proteine dutch Aussalzen oder Ansguerung wird ein Eingriff vorgenommen, der unmSglich die


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