Über den Verlauf der Reaktion zwischen Malonitril und salpetriger Säure
✍ Scribed by Diels, Otto ;Borgwardt, Erich
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1921
- Weight
- 518 KB
- Volume
- 54
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
y -0 x y -c h i n o 1 i n (K y n u r en). 0.5 g Kynuieilsjiure wurden in einem Reagensglas bei ca. 30W (Metallbad) geschmolzen. Nachdem das lebhafte Aufschkumeu voruber und die Masse in ruhigen SchmelzfluB geraten war, wurde unterbrochen. Die erkaltete Schmelze wurde fein geyulvert, in verd. S a l k i u r e gelost und die Ldsung rnit Tierkohle behandelt. Das Filtrat von der Tierkohle wurde auf dem Wasserbade konzentriert. Das beirn Abkuhlen der Flussigkeit auskry~tallisierte salzsaure Xynuren wurdenach dem Absaugenin wenig Wasscr geliivt und rnit festem kohlensaurem Kaliurn im GberschuB versetzt. Beim langeren Stehen der Flussigkeit krystalliaierte das Kynuren aus. Nach dem Umkrystalliaieren ails Wasser schmolz es bei 2010. Die Mischprobe mit einem Kynuren, das nach C a m p s I) am Formy1.o-amino-acetophenon dargestellt worden war, zeipte keine Schmelzpunkt-Depression. Die waBrige Losung des Kynurens gibt rnit Eiseuchlorid-LGsung eine braunrote Farbung (Reaktion auf Kynuren I). Es unterliegt alcn keinem Zweifel, daB Kynuren vnrlag. 166, Otto D l e l s und Erich Borgwardt: dber den Verlauf der Reation zwischen Malonitril und salpetriger S&ure. (Eingegangen am 1. April 1921.) Wahrend IEonitroso-rnalonsaure und Isonitroso-cyan-essigester schon lange bekannt sind, scheint das analoge Derivat des Malonitrils, HO.N:C(CN)p, in der Literatur noch nicht beechrieben zu sein, obwohl es als moglicherweise geeignetes Ausgangsmaterial interessanter Synthesen Beachtung verdient. Dies scheint uns daran zu liegen, daS sich bei der E i n w i r k u n g von s a l p e t r i g e r S P u r e auf M a l o n i t r i l unerwartete und ziemlich komplizierte Reaktionen abspielen. In Folgendem sei in Kiirze uber sie berichtet: Bei der Bebandlung von Malonitril rnit Amylnitrit bei Gegenwart von Natriumathylat bildet sich in uberwiegender Menge die gut krystallisierte Verbindung (I.), die sich zwar durch Aufnehmen in verd. Alkaii und Ausiiuern unzersetzt urnlosen la&, aber im iibrigen unbestandig ist und von Salzsilure glatt in A m m o n i a k und I s o n i t r o s o -c y a ne B s i g e s t e r geepalten wird : I 1) Ar. 239, 605.
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