Über den Nachweis von Acetylcholin im Liquor cerebrospinalis, besonders bei Psychosen
✍ Scribed by Tomas Alcober
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1948
- Tongue
- English
- Weight
- 218 KB
- Volume
- 180
- Category
- Article
- ISSN
- 1433-8491
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✦ Synopsis
Seit dem Nachweis yon Acety]cholin, das bei Reizung peripherer Nerven und ~uch des Zentra]nervensystems in Freiheit gesetzt wird, hat dieser Stoff ein grol3es Interesse gewonnen. Da sich im Liquor unter Umst~inden die T~tigkeit des Zentralnervensysteuls humoral widerspiegelt, seheint eine diesbezfig]iche Untersuchung sehr niitzlich zu sein. Es kam darauf an, Beziehungen zwischen Art der Psyehosen und dem Aeetyleholingehalt des Liquors zu suchen. Es seien zun~chst einige Arbeiten fiber Acetylcholin und Nervenfunktion er-w~hnt: IV~URALT ~ hat am isolierten Froschnerven nach Reizung und nachfolgender Einfrierung der Nerven die Bildung vonAcetylcholinnachgewiesen. Die gereizten Nerven erzeugen ~ul~erdem noch eine zweite Substanz, das Aneurin. LISSAK und PASZTO~S ~ haben den Acetyleholingehalt sensibler Nerven (N. s~phenus und N. opticus, Tractus optieus yon Hunden und Katzen) mit ttilfe des Testes am Froschherzen festgestellt. Der Acetylcholingehalt war gering. SCHEI~:FINKEL 7 hat am Kaltblfiternerven w~hrend des Reizversuches Acetylcholin nachgewiesen. Das gleiehe gilt fiir den N. isehiadicus der Ratte und den N. vagus des Kaninchens. Die Bildung des Acetylcholin erfolgt nicht nur unter der Einwirkung der kiinstlichen elektrischen Reizung, sondern auch unter dem Einflul] yon natiirliehen Erregungen. BR~C~ ~ benutzte zum Nachweis des Acetylcholin im Liquor die quantitative Methode yon CORSTE~ 4, die sich auf die Untersuchungen yon DIJST~A und NOu ~n der Froschlunge grfindet. Diese Methode hat eine sehr grol~e Empfindliehkeit (bis 10 -16 g). B~cHT hat im mensehlichen Liquor bei Meningitis und Epilepsie Acetylcholinkonzentrationen yon 10 ~--10-16g gefunden, die mit ande~en Methoden nicht mehr nachweisbar sind. BRECHT und KVMM]~R 3 haben auch im Liquuor vor und nach Elektroschock die Acetylcholinkonzentrationen untersuclit, aber keine Unterschiede Iinden kSnnen. Mit dieser Methode kann man sehr kleine Aeetylcholinmengen uachweisen, und zwar ohne Eserinzus~tz noch 6--24 Stunden nach der Punktion. Wir wissen seit ALT~URG]~R 1, dal3 der Liquor etwa nur den 250. Tefl der Cholinesterase des Blutes enth~l~, abet noch kann der Liquor in einer Stunde Acetylcholin bis ~/~0o0 (auch ein c. q.) ganz zerfallen; diese Menge ist hSher als diejenige, die im Liquor nach 6--7 Stunden gefunden wurde. ALTE~C~ER konnte (Methode yon Cm~Ta und GAI)DUM) kein Acetylcholin im Liquor nachweisen. Methodik: Ich babe die gleiche Versuchsanordnung wie CORSTE~ ~ benutzt. Die Froschlunge, die sich in einem kleinen Glasgef/~$ inl~inger-15sung befindet, ist durch einen Faden an einem Hebel befestigt. Der
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