Über den Mechanismus der Friesschen Verschiebung
✍ Scribed by v. Auwers, K. ;Mauss, W.
- Book ID
- 102896738
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1928
- Weight
- 868 KB
- Volume
- 464
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
I n einer ansfiihrlichen Arbeit haben sich Bosenmnnd nnd Schnurr') mit der Wandernng von Sinreresten in den Molekulen von Phenolen beschaftigt. Drei Arten von Prozessen nntersnchten sie: etatens den Eintritt eines nrsprunglich am Phenolsauerstoff haftenden Acyls in den Kern; zweitens die Verschiebnng eines Siureres tes innerhalb des Kerns und drittens die Wandernng eines Acyls aus dem Kern an den Hydroxylsanerstoff.
Nnr auf die erste dieser drei Reaktionen, die sogen. F r i e s sche Verschiebung, SON hier eingegangen werden ; iiber die beiden anderen Vorgange haben wir bis jetzt keine eigenen Versuche angestellt.
Was zunllchet die Teohnik der Fr i e s achen Verechiebung betrifft, so haben Rosenmund nnd S c h n n r r sie weeentlich verbessert. Emtens stellten sie feet, daB die Phenolester en ihrer Umlagernng in Oxyketone nicht so lange nnd nioht mit 80 -Sen Mengen von Alnminiumchlorid erhitzt zn werden brancben, ale dies bisher m e b t geschehen iet. Allerdinge gehen sie nach nneeren Erfahrungen in der Abkfimung dee Erhiteene mitunter etwas zu weit. Zwar ist tatsiicblich in vielen Flillen die Umwandlung bereita nach 10 Minuten vollendet; wenn aber fester haftende Siiurereste verschoben werden sollen, oder wenn das Acyl, nm in den Kern eintreten en ksnnen, ein Alkyl beieeita driingen mu& geniigt dieae kuree Zeit nicht. Dies beobacbteten wir z.
B. beim Acetat nnd Bennoat dee h f e d o l s (E, 1-2)')
Selbet halbstiindigee Erhitzen, dae Rosenmnnd und S c h n n r r in ibrer allgemeinen Verbackongsvorschrift empfehlen, diirfte nicht immer anereicben, znmal, wenn das Alumininmchlorid nicht vollig frisch ist. Besondere mit Rilcksicht auf dieeen Punkt haben wir bei allen Versuchen, bei denen man mit einer achwierigen Verschiebnng des Acyls l) A. 460, 56 (1928).
3 Die Buchstaben und Ziffern geben an, wo die betreffenden Vereuche im experimentellen Teil beechrieben sind.
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