Über den Einfluß von Substituenten auf die chemische Reaktivität VIII. Neue α-Aminosäuren durch Umsetzung von Azlaktonen mit Grignard-Verbindungen
✍ Scribed by Horner, L. ;Schwahn, Helga
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1955
- Weight
- 450 KB
- Volume
- 591
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Es ist bekannt, daB magnesium-und lithium-organische Verbindungen bevorzugt mit polaren Systemen, wie Carbonyl-oder Nitril-Gruppen reagieren. P. G. Stevensl) hat wohl als erster gefunden, daB sich Grignard-Verbindungen auch an die C-C-Doppelbindung in a-p-ungesattigten Aldehyden (Croton-Aldehyd) anzulagern vermogen. Besonders griindlich jedoch wurde diese , ,Anomale Reaktionsweise" von E. P.Kohler und seiner Schule an einem umfangreichen Material studiert. Aromatische a-P-ungesattigte Ketone und Nitrile (sowie cyclische a-p-ungesiittigte Ketone, wie Cyclopentenon und Cyclohexenon) fuhren hierbei haufig zu gesattigten Ketonen und Nitrilen, wahrend sich die aliphatischen a-p-ungesattigten Ketone und Nitrile bevorzugt zu den ungesattigten Alkoholen umsetzen. Bei Verbindungen vom Typ des Benzal-malonesters bzw. Benzal-malodinitrils tritt das Grignard-Reagens ausschliealich an die C-C-Doppelbindung heran. Fur die Deutung dieses anomalen Reaktionsverhaltens ist die Beobachtung von Kohler2) wichtig, daB bei Mange1 an Grignard-Reagens Dimerisierung und, wie Be a m a n 3, fand, rnit Acrylnitril und n-Butyl-magnesiumbromid sogar Polymerisation eintritt***) .
Vor P. G. S t e v e n s haben E. P. Kohler und Mitarb.4) schon festgestellt, daB Systeme mit stark polarisierter Doppelbindung wie z. B. w-Nitro-styrol unter dem EinfluB von Grignard-Reagens sich sofort polymerisieren, bzw. daB wie im Beispiel des a-Nitrostilbens das Grignard-Reagens sich an die C-C-Doppelbindung addiert. a,@-Ungesattigte Sulfone reagieren analog5).
📜 SIMILAR VOLUMES