Über den Einfluß sinusförmiger Leuchtdichteänderungen auf die Pupillenweite
✍ Scribed by Jürgen Stegemann
- Book ID
- 104740466
- Publisher
- Springer
- Year
- 1957
- Tongue
- English
- Weight
- 770 KB
- Volume
- 264
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Veri~nderungen der Pupillenweite ats Folge yon Leuchtdichte~nderungen auf der Netzhaut wurden bisher ausschliel~lich a]s Reflex betrachtet. W A G ~ weist wohl zuerst darauf hin, dad die reine Reflexbetrachtung in diesem Falle ungenfigend ist, da die durch den Reflex ver~nderte Pupillenweite Leuchtdichte~nderungen auf der Netzhaut hervorru~t, die wiedcrum auf die Pupillenweite wirken. Die Pupillenweite ist der Netzhautbeleuchtungsstgrke gegengekoppelt und wirkt auf die Netzhaut zurfick. Es handelt sich also um einen Regler, der die Aufgabe hat, als RegelgrSl~e die Netzhautbeleuchtungssti~rke mSglichst konstant zu halten und die Sinneszellen vor ~berbelichtung zu schfitzen. Als MeiL werk dient dem Regler das Sinnesepithel der Netzhaut. Die Impulse, die yon der Netzhaut kommen, werden zentral umgeschalte~ und den Pupillenmuskeln zugeffihrt. Die Stellg]ieder des Reglers sind die beiden antagonistischen Muskeln, der Dilatator und der Sphincter Pupillae. Beide Muskeln wirken auf die Regelstrecke, die als Eingang die Pupiltenweite und als Ausgang die Beleuchtungsst~rke auf der Netzhaut hat. Nach theoretischen Uberlegungen W A G ~s erfolgt die Regelung fiber zwei Regler, die einander entgegeuwirken, der eine Regler benutzt den Dilatator als Stellglied, der andere Regler den Sphincter. Regeltechnisch gesehen handel~ es sich um eine Mehrfachregelung, da beide Regler an der gleichen Regelstrecke angreffen.
Biologische Regelvorg~nge kSnnen, wie yon M~LST~]~D~ in ein-" drucksvo]ler Weise gezeigt wurde, mit technischen Reglern verglichen werden. Sie lassen sich durch die gleichen Differentialgleichungen wie ~echnische Regler beschreiben. In der vorliegenden Arbeit wurde nach diesem Vorgehen das Verhalten des l~egelkreises der Pupillenweitc unter-such~.
Nach 0 ] ~ benutzt man mehrere Verlahren, um einen l~egelvorgang beurteilen zu kSnnen:
- Es wird eine Ubergangs~unktion au~genommen. Dabei stSl~t man das System mit einer Nadel-oder Sprungfunktion der StSrgrSl~e an un4 Pfltigers Arch., Bd. 264 ~
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