Über den Einfluß des leicht- und schwerlöslichen Anteils vonVicia-faba-Proteinisolat auf die funktionellen Eigenschaften von Proteinfasern
✍ Scribed by Schmandke, H. ;Schmidt, G. ;Schultz, M. ;Muschiolik, G. ;Schuhmann, S. ;Antonov, Y. A. ;Tolstoguzov, V. B.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1981
- Tongue
- English
- Weight
- 520 KB
- Volume
- 25
- Category
- Article
- ISSN
- 0027-769X
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✦ Synopsis
Abstract
Vica‐faba‐Proteinisolat (ABP) läßt sich bei pH 6,2–6,5 in einen leichtlöslichen Anteil (LLA) und einen schwerlöslichen Anteil (SLA) trennen, wobei sich im SLA vorwiegend stark denaturierte Proteinanteile anreichern. Im SLA befinden sich 42% der im LLA befindlichen Menge an Legumin und 15% des Vicilins. Das Verhältnis Legumin/Vicilin betragt im ABP 1:0,4, im LLA 1:0,6 und im SLA 1:0,2.
LLA‐SLA‐Gemische lassen sich in weiten Grenzen zu Proteinfasern verspinnen; das Verhältnis von LLA zu SLA wirkt sich sehr stark auf die Viskosität alkalischer Spinnlösungen aus. Die Bestimmung des LLASLA‐Verhältnisses läßt Rückschlüsse auf das zu erwartende Fließverhalten der Spinnlösungen und auf die Fasereigenschaften zu. Die Faserlöslichkeit ist vom LLA‐SLA‐Verhältnis unabhängig.
Durch eine Behandlung der Proteinfasern mit Aluminiumchlorid wird ihre Löslichkeit stark herabgesetzt, Scherfestigkeit und Faserstabilität werden verbessert. Die ABP‐ und SLA‐Fasern haben eine mittlere, die LLA‐Fasern dagegen eine gute bis sehr gute Verarbeitungseignung.