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Über den Einfluß der Kationenkonzentration im Erythrocyten auf die Lage der Sauerstoff-Dissoziationskurve des Blutes

✍ Scribed by H. Sommerkamp; K. Riegel; P. Hilpert; K. Brecht


Publisher
Springer
Year
1961
Tongue
English
Weight
717 KB
Volume
272
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Seit ma~ die unterschiedliche L~ge der Oe-Dissoziationskurve des Blu~es verschiedener Species und fiir fetales und Erwachsenenblu~ kennt, wurde viel fiber die Ursachen dieses Befundes diskutiert. Neben der unterschiedlichen Struktur des H/~moglobins wurde auch der Elek~rolytgehalt des Erythroeyten fiir Ungersehiede der Dissoziationskurven verantwortlieh gemaeht, z. B. yon Monsn, CASSELS U. I-IOLDn~ ~°. In jiingster Zeit wurden individuelle Untersehiede der Dissoziationskurven gesunder Erwaehsener gefunden (BARTWLS et al.~), die nicht auf Hgmoglobinunterschiede zm'fiekgefiihrt werden konnten, wobei jedoch Variationen der Elektrolyte auftraten, die eine m6gliche Abhi/ngigkeit andeuteten. E~was deutlicher, abet nieht signifikant, waren die Verh/~ltnisse bei einigen An/imiekranken, weswegen wit dutch in vitro-Vergnderungen des Elektrolytgehaltes der Erythroeyten diese Frage n/~her untersuchten.

Methodik

Die im folgenden beschriebenen ~ethoden zur kiinstlichen ~mderung der lonen-zus~mmensetzung und -konzentration im Erythrocyten beruhen einerseits auf dem Prinzip, dutch ErhShung oder Erniedrigung der Konzentration bestimmter Ionen in der extr~cellul/iren Fliissigkeit bei gleichzeitiger Blockierung der aktiven Ionenverschiebungen im Erythroeyten dutch Abkiihlen auf 4°C ein passives Ionengleiehgewicht gewiinsehter H6he einzustellen, und andererseits aui der Ausnutzung der Permeabilit/~ssteigerung, die die Erythrocytenmembran in NichtleiterlSsungen erleidet. Wie seit langem bekannt ist, kommt es namlieh bei der Suspension yon Erythroeyten in NichtleiterlSsungen zu raschem Ionenverlust dureh Permeabilit~ts-erhOhung der Membranla, 2s. Naeh llesuspension dieser Zellen in eine elektrolythaltige Fliissigkeit werden daraus die jeweilig enthaltenen Ionen aufgenommen s. Es besteht damit die MOglichkeit, die Ionenzusammensetzung im Ery~hrocyten qualitativ und quantitativ zu ~ndern.

Von 56 Blutproben acht gesunder m~nnlieher, erwachsener Versuchspersonen wurden die Lage der 02-Bindungskurve, der Kalium-und Na~riumgehMt yon Zellen und Plasma, Zell-und Blur-pro Erythroey~envolumen und H/~moglobin-Konzentration, sowie d~s Zellwasser und das intercelluI~re Fliissigkeitsvolumen im Erythrocytensediment bestimmt. Das einer Armvene entnommene Blur wurde Pfl~gers Arch. ges. Physiol., Bd. 272 zi0


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