Über den Ablauf spontaner, rhythmischer Erregungen an parabiotischen Nervenstellen und seine Beeinflussung durch elektrische Polarisation
✍ Scribed by Paul Müller
- Publisher
- Springer
- Year
- 1953
- Tongue
- English
- Weight
- 403 KB
- Volume
- 257
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
In einer vorhergehenden Arbeit (MOLL]S~) wurden die rhythmisehen Erregungen, die yon einer parabiotischen Nervenstelle ausgehen, dureh Ableitung der Aktionspotentiale unmittelbar an der Parabiosestelle untersueht. Dabei lieB sich schon zeigen, dab an der Parabiosestelle eine starke Tendenz zur Synchronisation besteht, dab sich also die einzelnen Fasern gegenseitig beeinflussen mfissen. Darfiber hinaus war aber aueh an der Muskelaktion zu beobaehten, dab sieh bei spontaner T£tigkeit die zu einem Muskel gehSrenden motorisehen Fasern wie eine Einheit verhalten, d.h. also, gemeinsam Erregungen aussenden oder in Ruhe sind. Dagegen verhalten sieh solche Einheiten als Ganzes meist un-abh~ngig yon denen, die andere Muskeln versorgen. Der Ablauf der Erregungen in solehen Fasergruppen und seine Beeinflussung dureh elektrisehe Polarisation soll im folgenden untersueht werden.
Hethodik.
Verwendet wurden Ischiadicus-Gastrocnemins-Pr~parate yon K~ltfrSschen. Die Parabiosestelle wurde dutch Auflegen eines NaC1-Kristalls auf den Nerven erzeugt. Zur Anzeige der rhythmischen Tatigkeit wurde das Myogrgmm benutz~.
Die Spannung fiir die elektrische Polarisation wurde aus einem Reizgenerator nach KLV.NSCg U. G~U~E entnommen, dabei konnte der l~ngsame Anstieg der Polarisation durch Aufdrehen des Amplitudenreglers mittels eines Elek~romotors mit Untersetzungsgetriebe erreicht werden. Die tt5he der Polarisation wurde mechanisch auf der Kymo-Trommel mitregistriert. Anstiegssteflheiten bis herab zu 1 mV/sec wurden angewand~. Stromzufiihrung durch unpolarisierbare Elektroden. Eine Elek~rode unmit~elb~r auf der Parabioses~elle, die andere indifferent auf dem narkotisierten, zentralen Ende des l~erven. Feuchte Xammer.
Ergebnisse.
An der Parabioseste]]e stellt jede einzelne I~ervenfaser eine rhythmiseh t~tige Einheit dar, die an sich unabh~ngig yon den I~achbareinheiten t~tig sein sollte, da ja eine direkte Verbindung durch nervSse