Über dei enzymatische Spaltung von galaktosehaltigen Sacchariden mit handelsüblichen Invertasepräparaten
✍ Scribed by Täufel, K. ;Täufel, A. ;Ruttloff, H.
- Book ID
- 102840438
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1964
- Tongue
- English
- Weight
- 515 KB
- Volume
- 8
- Category
- Article
- ISSN
- 0027-769X
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✦ Synopsis
Fur die Analytik gewinnen zunehmend enzymatisclie Bestimmungsverfahren an Bedeutung, da sie den althergebrachten, vielfach nur summarischen Arbeitsweisen infolge ihrer Spezifitat iiberlegen sind. Diese Entwicklung hat insbesondere auch das Saccharidgebiet nachhaltig gefordert ; es sei nur an die Glucoscoxydase erinnert , mit deren Hilfe Glucose neben anderen Sacchariden ohne langwierige Trcnnoperationen erfal3t werden kann.
Seit einigen Jahren nehmen bekanntlich die in der Fflanzenwelt sehr weit verbreiteten galaktosehaltigen Oligosaccharide aus der ,,Raffinose-Familie" das Interesse des Biochemikers in mehrfacher Beziehung in Anspruch. Diesen Verbindungen, die einen rascli mobilisierbaren Reservestoff darstellen, kommt offensichtlich beim WachstumsprozcB wahrend der ersten Entwicklungsphase eine besondere Funktion zu, die sich ~o w o h l auf katabolische wie anabolische Vorgange erstreckt. Die quantitative Analyse dieser Saccharide bedient sich zumeist der reduktometrischen Restimmung der nach hydrolytischer Spaltung gebildeten niederinolekularen Glicder bzw. der Einzelbausteine. Die iiblichen Arbeitsweisen zur Erfassung der in Frage kommenden Oligosaccharide, z. B.
durch Heranziehung von konzentrierter Mineralsaurc sowie von Farbstoffbildnern (Anthron; liesorcin; Phenol etc.), cmpfiehlt sich nicht, da sich die konstituiercndcn Monosaccharide gegenuber den genannt en Agentien nicht einheitlich vcrhalten.
Voraussetzung fur die korrekte reduktometrische Analyse ist eine stochiometrische Spaltung der glykosidischen Rindung. Hierzu hat man seither in1 wesentlichen Sauren benutzt, was -d a dieselben mehr oder weniger alle Saccharidbindungen ohne Differenzierung angreifeneine summarische Methodik darstcllt.
Die beiden, der Raffinose wie den hohermolekularen galaktosehaltigen Vertretern zugrunde liegcnden Bindungstypen, niimlich die Galaktose/Glucosesowie die Glucose/Fructose-Verkniipfung, verhalten sich gegeniiber Sauren unter-&iiedlicli. Die Bindung Glucose/Fructose ist leichter spaltbar als diejt mi 'g e von Galaktose/Glucose. Eine Totalhydrolyse erfordert demzufolge verhaltnismaBig hohe Saurekonzentrationen und verlangerte Erhitzungsdauer. Diese Behand-