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Über das Vorkommen zyklischer Pflanzensäuren bei einigen Polygonaceen und Betulaceen

✍ Scribed by L. Hörhammer; A. Scherm


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1955
Tongue
English
Weight
346 KB
Volume
288
Category
Article
ISSN
0365-6233

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✦ Synopsis


Solange nur wenig bekannt ist iiber die Stoffwechselvorgiinge, die zum Aufbau und zu gegenseitiger Umwandlung der sekundaren Pflanzenstoffe fuhren, wird man wohl immer wieder versuchen, die einzelnen Gruppen von Pflanzenstoffen mit hypothetischen Zwischengliedern zu iiberbriicken. So sieht T. A . Geissmad) bei der groden Reihe der C6C,C6-Korper, den Flavonoiden, als Verbindungsglieder zwischen Kohlenhydraten und Flavonen die zyklischen Carbonsauren an; vor allem Chinasiiure, Shikimisiiure und Gallussaure scheinen hier bedeutsam.

Diese Annahme konnte dadurch bekriiftigt werden, da13 sich Beziehungen zwischen den zyklischen Carbonsauren einerseits und den Flavonoiden andererseits feststellen lieoen, etwa im Sinne eines gegenseitigen SichauaschlieSens oder im gemeinsamen Vorkommen analog substituierter Derivate. Unter diesem Gesichtspunkt priiften wir das Vorkommen zyklischer Carbonsauren in zwei Pflauzenfamilien, in Polygonaceen und Betulaceen, iiber deren Flavonfiihrung wir auf Grund friiherer Arbeiten2) bereits genauer unterrichtet sind.

Methode Die vergleichende Untersuchung einer groleren Anzahl von Pflanzenextrakten war nur durch Anwendung der papierchromatographischen Technik als Arbeitsgrundlage moglich.

Die Aufarbeitung des luftgetrockneten Pflanzenmaterials erfolgte im allgemeinen durch Extraktion mit Methanol im Soxhlet, Abdampfen des Methylalkohols unter vermindertem Druck und Aufnehmen des Ruckstands mit siedendem Wasser. Ein Teil der erhaltenen wiilrigen Losung wurde mit Atthylazetat ausgeschiittelt, der andere Teil rnit neiitralem cnd basisohem B1eiazeta.t versetzV). Die Bleifiillungen konnten nach dem Zerlegen mit Bchwefelwasserstoff untersucht werden und erwiesen sich, ebenso wie die Essigesterausschuttelungen, fiir die Papierchromatographie als sehr geeignet, ds. in beiden Losungen ein groler Teil der storenden Ballaststoffe entfernt war.

Neben diesen beiden Fmktionen wurden natiirlich auch alle sonstigen anfallenden Phasen (Methanolauszug, wiiBriger Gesamtextrakt, Filtrat der Bleifallung usw.) regelmtilig gepriift.

Da die Identittitspriifung der Pflanzensluren durch Mitlaufenhsen von Reinsubstsnzen erbracht wurde, multen vor Beginu der eigentlichen Untersuchungen die R.-Werts der in Rage kommenden Testsluren (Tabelle 1) und daa Verhalte? dieJer Verbindungen auf dem Papierchromatogramm im W-Licht bzw. beim Beapriihen mit verschiedenen Reagenzien (Tabelle 2) ermittelt werden.


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