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Über das Vorkommen von Seselin in japanischen Skimmia-Arten (XXXVI. Mitteil. über natürliche Cumarine)

✍ Scribed by Späth, Ernst ;Neufeld, Otto


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1938
Weight
303 KB
Volume
71
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


X p a t h , Xeufeld. 353 58. Ernst Spath und Otto Neufeld: tfber das Vorkommen von Seselin in japanischen Skimmia-Arten (XXXVI. Mitteil. uber naturliche Cumarine) . [Aus d. 11. Chem. Laborat. d. Unirersitat Wien.] (Eingegangen am 10. Januar 1938.) Neben den Umbelliferen ist insbesondere die Familie der Rutaceen reich an Cumarinen, und es war uns wahrscheinlich, da13 die Skimmia-Arten, von denen wohl Skimmia j a p o n i c a Thbg. chemisch am besten untersucht ist, in dieser Hinsicht interessante Ergebnisse liefern wurden. Wir haben daher die Untersuchung der Blatter von Skimmia japonica in Angriff genommen. Dieses Pflanzenmaterial gab einen atherischen Auszug, dem zunachst mit verd. Kalilauge die sauren und phenolischen Anteile entzogen wurden. Aus dem im Ather verbliebenen Stoffgemisch wurden die Cumarine durch &re charakteristischen Lactoneigenschaften in der folgenden Weise abgetrennt : Der nach dem Vertreiben des Losungsmittels verbliebene Riickstand wurde mit wa13riger bzw. alkoholischer Lauge umgesetzt, wobei die Lactone .ZU Oxysauren, Fette und andere Ester unter Bildung von Sauren verseift wurden. Beim Ansauern und Ausathern ergab sich ein Gemisch von Sauren mit Oxysauren, von welchen die Cumarinsauren spontan in die entsprechenden Cumarine ubergingen, so da13 bei nunmehrigem Ausschutteln rnit verd. Alkali eine Trennung von Saure und Lacton moglich wurde. Bei der Wiederholung dieser Lactontrennung wurde ein reiner Cumarinanteil erhalten, aus dem durch fraktionierte Destillation im Hochvakuum und Umlosen eine bei 119-1200 schmelzende, schon krystallisierte Verbindung rein erhalten wurde.

Aus den Blattern von Skimmia japonica Thbg. l ) , also aus dem auch von uns bearbeiteten Pflanzenmaterial, ferner aus den Blattern der sehr nahe verwandten Skimmia repens Nakai*) isolierten Y. Asahina und Mitarbeiter vor einigen Jahren eine stickstoff-freie, in farblosen Nadeln vom Schmp. 120° krystallisierende Substanz, von der sie nur bemerkten, daB sie wahrscheinlich nicht mit dem bei 117O schmelzenden Fraxinellon3) identisch ist. Unsere Verbindung gab rnit Fraxinellon, C14H1603, das uns gerade zur Verfiigung stand, eine deutliche Schmp.-Depression, so da13 die Nichtidentitat der beiden Naturstoffe sicher angenommen werden mu13. Auch mit dem Herniarin (7-Methoxy-cumarin), das bei 118-1190 schmilzt, war sie nach dem Ergebnis der Mischprobe nicht identisch.

Die Analyse unseres Inhaltsstoffes von Skimmia japonica gab Werte, die auf die Formel C,,H,,O, hinwiesen. Diese Formel kommt dem Seselin zu, das bei 117-118O schmilzt und das P. K. Bose und N. Ch. Guha4) aus den Fruchten der Umbellifere Seseli indicum (Wall.) W. et A. erhalten haben. Wir haben aus diesem Pflanzenmaterial Seselin dargestellt und als eine bei 119O bis 120° schmelzende Verbindung gewonnen. Da der Mischschmp. des Seselins rnit der von uns aus Skimmia japonica isolierten Verbindung keine Depression aufwies, war die Identitat beider Stoffe anzunehmen. Sie wurde noch dadurch weiter gestiitzt, da13 beide Naturstoffe Cumarincharakter zeigten, zwei leicht


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