𝔖 Bobbio Scriptorium
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Über das Vorkommen von Lysozym in Insekten

✍ Scribed by H. Malke


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2007
Tongue
English
Weight
695 KB
Volume
5
Category
Article
ISSN
0233-111X

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✦ Synopsis


Bakteriolytische Enzyme niit der biologischen Wirkung des Lysozyms sind aus sehr rersehiedenartigen Organisrnen bekannt geirorden. I m Zuge der Entdeckung FLEMINGS (1922), daB ein Stoff a t i s Geweben und Sekreten hoherer Tiere und des Menschen die Fahigkeit besitzt , Zellen ron V i c r o c o c c ~~s lysodeikticxs zu lysieren, wurde auch das Hiihnerei als gute Lysoz~nic~uelle erkannt und bald darauf zur Darstellung des kristallinen Praparats verwendet (-ALDERTOS et al. 1945, ALDERTOS und FEVOLD 1946). Ergebnisse vergleichender Untersucliungen iiber den Lysozymgehalt von Darni, Xiere, Milz, Leber, Lunge und Herz von Siiugetieren aus vcrscliiedenen Entxr-icklungssta.dien t.eilte GOLDBACH (1961) mit, und iiber die Beeinflussung des L-sozpispiegels ron Rattengeweben unter experirnentellen Bedingungen berichteten GOLDBACH et al. (1963). Zur Gruppe der Lysozyme mulj auch ein aus Papaya-Latex kristallin genonnenes Enzym gereclinet werden (SMITH e t al. 1955). KICMIOSD (1957) n-ies auf die Produkt.ion eines Bakterienlysozyms durch BuciZZus subtilis liin, und \VEIDEL und PRI3lOSIGH (1958) zeigten, daB es ein an den Coliphagen T, gebundenes Lysozyin gibt nnd ein solches sich auch in den Lysaten phageninfizierter Bakterien nachweisen laf3t. Unter den 1%-irhellosen Tieren ist offenbar weniger nach lytischen Enzymen mit Lysozyn\virkung gesucht worden. Doeh lassen Befunde von J O L L ~S e t d. (1957) und JOLL&S uncl Z c m (1960) such hier eine weitere Verbreitung vermuten. I n einer Reihe gepriifter Vertreter der Echinoderinen, Anneliden und Nolluscen erwiesen sich Mytilus edulis und insbesondere Sephthys h o i i ~b ~r g i als lysozymhaltig. An schwer zuganglicher Stelle berichteten CAPPELLATO und SARPOZZI (1960), daf3 sich unter den antibakt.eriellen Substanzen des Blutes yon Houtby.r ~o r i auch Lysozym befindet. Wir haben Lysozyin bei Blattiden gefunden und seine Aktivitat in den Tieren quantitatir best ininit. brahichtigen aber, dariiber spiter ausfuhrlich in Studien zur Rlatticleiis~iiihiose zu berichtcn (vgl. MALKE 1964). Das Vorkommen des Enzyrns in Blatticlen und Seidenraupen gab indessen Veranlassung, Vertreter anderer Insektengruppen suf seine Anwesenheit zu test,en> urn festzustellen, ob es sich hei seiner Bildung in Schaben und Seidenra.upen urn vereinzelt,e Falle handelt. oder ob es aucli in Inseliten weiter verbreitet ist.

Xateriab u ncl Xethoden

Vrrsuchstiere: Dic Blattiden staininten aus eigenen Zuchten, in denan sie in groBen Aquarieii auf Torfinull hei 26 ' C und cn. 600, relatirer Feuchtigkeit im Dunkeln gehalten wurden. Futter (Hundekuchen. Obst, Gemuse) und \'asser ad libitum. Seidenraupen (gellibliitige Rasse) erhielten wir ron Greifsn-alder Ziichtern '). Alle anderen Tiere starnmten iius frei lehenden Populationen.

Lysozyninaeh\i-eis: Der Sachn-eis drs Lysozynis erfolgte auf Agarplatt'en mit Micrococcus u s e ) als Testorpanisinus ini wesentliehen nach den Angaben von GOLDBACH und l ) Herrn Dr. B. M ~s ~_ . ; E R , (;reifsxald, danken wir fur die Beschaffung dieser Tiere sowie 2, Subkulturen des Testkrimes rerdanken n-ir Herrn Dr. IV. GOLDBACH, Potsdam-Reh-f i r die Bcstininimng einiger in Tab. 1 angefuhrter -1rten. briickc. *) I n Fortfuhrung der Untersuchungen sind von Dr. B. MESSNER, Greifswald, inzwischen aus einer Reihe anderer geprufter Arten weitere fur Lysozym-positiv befunden worden.


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