Im Gegensatz zu anderen Mineralen ist die Morphologie der Diamanten so kompliziert, daB viele Strukturen auf ihren Fliichen bis heute keine hinreichende Erklarung fanden. Hinsichtlich gerundeter Diamanten und der Bildung einspringender Kanten entstanden sogar vollkommen entgegengesetzte Standpunkte
Über das Problem des Diamanten
✍ Scribed by Emil Baur; K. Sichling; E. Schenker
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1915
- Tongue
- German
- Weight
- 914 KB
- Volume
- 92
- Category
- Article
- ISSN
- 0372-7874
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✦ Synopsis
Die Existenzgebiete von Diamant und Graphit behandelte zuerst ROOZEBOOM. Ausgehend von cler Erfahrung, da13 Diamant bei hohen Temperaturen2 in Graphit iibergeht, und von der BER-THELOT-PETITSChen Umwandlungswarme von Graphit (G) in Diamant (D) pro Mol: G=D+500cal bei 17OC, kam ROOZEBOOM zu der Folgerung, daf3 Diamant nur bei verhaltnismafiig tiefen Temperaturen, unter 1000°C, stabil sein kann. Mit Hilfe der Satze von NERNST uber die Umwandlungspunkte lief3 sich aus dem Unterschied der spezifischen Wiirmen von Graphit und Diamant berechnen, daf3 der Tripelpunkt bei etwa 370° C liegt. Nachdem dann von N E R N S T ~ genaue Daten fur die spezifischen Warmen beider Kohlenstoffarten bei sehr tiefen Temperaturen ermittelt waren und dieselben nach den Formeln von EINSTEIN-NERNST-LINDEMANN berechnet werden konnten, wiederholte POLLITZER die Berechnung des Tripelpunktes und fand 337O C, mit der alteren Berechnung WEIGERTS zuf allig fast ubereinstimmend. Inzwischen ist der Tripelpunkt aber hinfallig geworden durch die Neubestimmung der Umwandlungswarme von W. A. R O T H , ~ wonach gilt pro Mol: D = G + 180 cal bei 17O C.' Danach ist Diamant gegen Graphit unter deren Dampfdruck Berechnet man mit dem neuen Werte die
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