𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Über das Plankton des Tjiliwoeng-Flusses bei Batavia (Niederl. Ostindien)

✍ Scribed by Dr. Paul van Oye


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1920
Tongue
English
Weight
283 KB
Volume
9
Category
Article
ISSN
1434-2944

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✦ Synopsis


Mit 2 Figuren im Text. Im Monat Marz 1917 hatte ich einige Planktonproben aus dem Flus Tjiliwoeng bei Batavia (Java) entnommen und hatte dabei beobachtet, daB dieser lufferst arm an Potamoplankton war. Ich faBte nun den Entschluff, sobald sich mir die Gelegenheit dazu bote, das Plankton dieses Flusses naher zu untersuchen. Im Monat August bis Anfang Okiober desselben Jahres hatte ich Oelegenheit hierzu. Anfangs bestand die Absicht, der Variation des Planktons wahrend eines ganzen Jahres nachzugehen, doch konnte dieser Plan leider nicht zur Ausfiihrung gebracht werden. Obwohl die Untersuchungen, wobei Herr Al. Schopke aus Batavia mir freundlichst zur Seite stand, nicht so ausfuhrlich gemacht werden konnten, a19 wir das erst wohl gewiinscht hatten, lasse ich die Resultate hier jedoch folgen, da bis jetzt nur wenig iiber tropisches Potamoplankton bekannt ist. Der Fluff Tjiliwoeng kommt vom Berge ,Gedeh' bei Buitenzorg, lauft nordwihts von Buitenzorg, Depok, Meester Cornelis vorbei und mundet beim alten Hafen von Batavia ins Meer. Die LInge von seiner Quelle bis zur Mundung bei Batavia betragt ungefiihr 70 Kilometer (siehe Fig. 1). Bei Batavia ist das Wasser meistens rotlich-braun. Diese Farbe kommt teilweise vom Boden, der zum grofften Teil aus Laterit besteht, aber vor allem ist die groBe Quantitiit Lateritschlamm, die durch das Wasser verschleppt wird, Ursache dieser Farbe. Eine weiSe Scheibs von 50 cm Durchmesser ist schon in einer Tiefe von 25-45 em nicht mehr sichtbar.