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Über das Methyl-isochondodendrin (XLVI. Mitteil. über Sinomenium-und Cocculus-Alkaloide)

✍ Scribed by Kondo, Heisaburo ;Tomita, Masao ;Uyeo, Shojiro


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1937
Weight
278 KB
Volume
70
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


und Cocculus-Alkaloide) .

[Aus d. Pharmazeut.-chem. Institut d. Universitat Tokio und d. chem. Laborat. ,,Itsuu", Tokio.] (Eingegangcn am 12. August 1937.) Vor etwa zehn Jahren hatten H. Kondo und K. Y anol) aus den Wurzeln der in Siidjapan in sehr begrenztem Gebiet (Kagosima-Provinz) wild wachsenden Cissampelos i n s u l a r i s Makino2) zwei neue Alkaloide isoliert; namlich das in Ather leicht losliche, iiberwiegend enthaltene Insularin und eine andere noch unbenannte, in Ather schwerer losliche Base vomSchmp. 240O.

Nach langer Unterbrechung konnten wir die Untersuchung vor kurzem wieder aufnehmen. Zuerst versuchten wir, das Insularin mit Hilfe der chromatographischen Adsorptionsmethode mit Aluminiumoxyd zu reinigen, kamen aber nicht wie friiher zu einem krystallisierten Stoff. Dagegen gliickte es uns, die zweite Base krystallinisch zu erhalten. Beim Auswaschen der Saule wanderte sie rasch nacli unten, so daB sie sich leicht vom Hauptalkaloid abtrennen lieB. Diese Base bildet flache Prismen oder vierseitige Tafeln und schmilzt scharf bei 272-273O.

Die Ausbeute betrug 4 % des Rohalkaloides.

Das gleiche Alkaloid wurde unverhofft bei der von uns erneut durchgefiihrten systematischen Trennung 3, der Rohalkaloide von S t e p h a n i a c e p h a r a n t h a H a y a t a 4 ) als Nebenbase des Isotetrandrins und des Cepharanthins in einer Ausbeute von etwa 2 % gefunden. Die Identitat beider Basen wurde durch ihre iibereinstimnienden Krystallformen, Loslichkeiten, Schmelzpunkte und Drehungen sowie durch die Mischprobe mit Sicherheit erwiesen. Ihre Elementaranalyse stimmt mit der Formel C,,H,,0sN2 gut iiberein ; sie enthalt 4 Methoxylgruppen, aber kein phenolisches Hydroxyl.

DaB es sich um ein Alkaloid des Biscoclaurin-Typus handelte, schien nns von Anfang an in Analogie zu anderen Menispermaceen-Alkaloiden kaum zweifelhaft. Zur Aufklarung der Konstitution haben wir das Chlormethylat in iiblicher Weise dem Hof mannsch.en Abbau unterworfen; als Hauptprodukt konnten wir eine bei 210 O schmelzende Methinbase isolieren. Bei ihrer katalytischen Hydrierung wurde ein Hydroderivat vom Schmp. 217O erhalten, welches sich identisch erwies mit der H y d r o m e t h i n b a s e , die durch Abbau des Chlormethylates nach Em de gewonnen worden war.

Bei der Gegeniiberstellung der Eigenschaften unserer Base mit denen der vielen Alkaloide aus den gleichen Familien zeigte sich, ungeachtet einiger kleiner Schmelzpunkts-Abweichungen, so grol3e Ahnlichkeit mit dem Methylisochondodendrin von F a l t i s und Mitarbeitern6), daB der direkte Vergleich l) Journ. pharmac. SOC. Japan 47, 107 [1927] (C. 1928 I, 357). z, Hr. Prof. I,. Diels, Berlin-Dahlem, hat durch Hrn. Prof. E. Ochiai brieflich vorgeschlagen, diesen Namen aus morphologischen Griinden in ,,Cyclea i n s u l a r i s ( M ak i n o ) Diels" ZLI berichtigen. *) H. K o n d o , Y. Y a m a s h i t a u. I. K e i m a t s u , Journ. pharmac. SOC. Japan


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