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Über das Kohlensuboxyd

✍ Scribed by Diels, Otto ;Lalin, Leonid


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1908
Weight
471 KB
Volume
41
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Uber das Kohlensuboxyd. (IV. Mitt c i lun g) I). [Aus dem Chemischen Institute der Universitat Berlin.] (Eingegangen am 12. Oktober 1908.) Obwohl das Kohlensuboxyd ein stark ungesattigtes System vorstellt, so zeigt es doch nur eine verhiiltnismaDig geringe Neigung zii Additionsreaktionen. Wohl vermag es, wie friiher gezeigt worden ist, V'asser, Salzsaure, sowie Aminbasen unter Bildung der entsprechenden Malonsaurederivate anzulagern, allein zahlreiche andere Substanzen, wie z. B. Aldehyde, Cyanwasserstoff oder Schiffsche Basen, die in iihnlichen Fallen leicht in Reaktion freten, sind nach den bisherigen Beobachtungen gegen Kohlensuboxyd indifferent. U m so uberraschender will uns hiernach die Beobachtuog erscheinen, daD es gelingt, sowohl A m e i s e n -wie B s s i g s a u r e an Kohlensuboxyd zu addieren. Genater studiert wurde zunachst das Einwirkungsprodukt der Ameisensaure. Es war nicht leicht, dieses in etwas erheblicherer Menge herzustellen ; nicht nur wegen der immerhin muhsamen Gewinnung grol3erer Mengen von Kohlensuboxyd, sondern weil selbst bei tiefen Temperaturen die beiden genannten Stoffe in sehr heftiger Weise wahrscheinlich im Sinne folgender Gleichung: C"C0 +2HCO.OH= 2CO + CHaLCOOH ,GO OH mit einander reagieren. I m besten Falle erhalt man eine sehr kleine Quantitit des Additionsproduktes neben vie1 Malonsaure, doch ist es vollig unmoglich, diese beiden Stoffe, falls sie neben einander vorha.nden sind, von einander zu trennen. Versuche, die Heftigkeit der Reaktion durch Anwendung eines indifferenten Verdunnungsmittels zu mildern, fuhrten gleichfalls lange Zeit zu keinem besonders giinstigen Resultate. Endlich fanden wir im v e r f l u s s i g t e n S c h w e f e l d i o x y d ein Liisungsmittel, das sich fur unsere Versuche als sehr brauchbar erwiesen hat. Es bietet den groDen Vorteil, daD es b k b t in reinem, trocknem Zustande gewonnen werden kann, daD e8 indifferent gegen Kohlensuboxyd ist imd auch bei einer Temperatur -on etwa -30° bis -40° mit Ameisensaure eine blare Liisung gibt. ') Die Beschaffung grBllerer Mengon reiner Malonsaure, wie sie Mr die vorliegende Untersuchung erforderlich waren, wurde uns durch eine Subvention der Kgl. Preullischen Akademie der Wissenschatten erm6glicht, der wir hierfiir auch an dieser Stelle unseren ergebenen Dank aussprechen m6chten.


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