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Über das Kationen-Bindevermögen des 1-5-Elektrolyten Na5P3O10 in verdünnten wäßrigen Lösungen bei Anwendung osmotischer und konduktometrischer Messungen II

✍ Scribed by Vogel, H.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1967
Weight
665 KB
Volume
69
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Im zweiten Teil der vorliegenden Untersuchung soll ein Beitrag zur Klarung des strukturellen Vorganges bei der Bindung von Kationen an die Kette des Triphosphats Na6P,OIO (T. p.) gegeben werden. Die Wechselwirkung T. P. -Kation, die sowohl als definierte Komplexbildungsreaktion und z. B. als Ausbildung eines Chelatringes eines Ca-Ions mit benachbarten P04-Tetraedern als auch als reine elektrostatische Bindung beschrieben wird, soll im folgenden Teil durch Messung der spezifischen Leitfahigkeit an Gemischen des T. P. mit Kationen der 1. und 2. Gruppe des Periodischen Systems erganzend untersucht werden. Der Verlauf der konduktometrischen Geraden in sehr unterschiedlichen Konzentrationen des T.P. ( c ~. p . 0.27 bis 27 mMol/l) soll Anhaltspunkte zur Konzentrationsabhangigkeit der Bindung selbst und evtl. ihrer Art ergeben. Ferner hat E.Thilo die Bindung von Kationen der 2. Gruppe des Periodischen Systems a n die Ketten der Polyphosphate als einen Austauschervorgang in flussiger Phase interpretiert". Das setzt eine geringe Dissoziation des Polyphosphats voraus, was insbesondere aus den Messungen von U . Sdzindewolf und K. F. Bonhoeferee gefolgert wird. Fur die langen Ketten des Gmham'schen Salzes (NaPOJ,. H,O wird ein .Dissoziationsgrad" von = 25 O/u gefunden. Die kurzkettigen Diund Tri-Phosphate sind dagegen weitgehend dissoziiert 2e, 3e. Will man den osmotischen Koeffizienten fo der T.P.-Losungen angenahert als thermodynamischen Dissoziationsgrad ansehen, kann man diese Werte aus den Daten der TabeIle 1 (Teil I) crrechnen. An einem Polyphosphat mit starker Dissoziation kann man den ersten Schritt des Austauschervorgangs, die Adsorption des Kations an die P-0-P-Kette in flussiger Phase besonders gut studieren. Im vorliegenden Fall ist das Adsorbens die Kette des Polyphosphats, der Sorbend z. B. die Calcium-, Magnesium-oder andere Ionen. Die Adsorption selbst ist eine Funktion der Zustandsvariablen Temperatur und Oberflache des Sorbenden, fur die stellvertretend die Konzentration eingefuhrt wird. c,\ = f (cT.~.. T). Wenn man die Konzentrationsabhangigkeit der adsorbierten Ca-Menge, also ,die spezifische Belegungsdichte" des Adsorbens in einer echten Losung betrachten will, mui3 man bei gegebenem Oberflachenangebot des Adsorbens, also in diesem Falle bei konstanter Konzentration des Polyphosphats, die Adsorption der Calcium-oder Magnesium-Ionen beobachten. Andert man zugleich die Konzentration dieses Elektrolyten, so andern sich bei einem so hoch geladenen Elektrolyten1-5 weitere Eigenschaften der Losung und damit des Adsorptionsvorganges selbst, wie z. B. Hydratationszustand und Aktivitat der Losung. Die Messung der spezifischen LeitfahiEkeit an gegebener T.P.-Losung im Gemisch mit in der Konzentration ansteigendem Ca-Gehalt erfullt '' Teil I siehe Fette . Seifen . Anstrichmittel 69, 521 119671; die Literaturzitate wurden im I. Teil der Veroffentlichung gebrach t.


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