Änderung der Preßfähigkeit durch Austausch von Sojabohnen gegen Sojaextraktionsschrot und Öl
✍ Scribed by Friedrich, W. ;Löwe, R.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1982
- Weight
- 408 KB
- Volume
- 84
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
Abstract
Energiereiche Futter benötigen den Zusatz von Fetten und Ölen. Damit entstehen Schwierigkeiten beim Pelletieren und Erzeugen fester Pellets. Deshalb hat sich industriell das nachträglichen Aufsprühen auf Pellets als entsprechende Lösung ergeben. Dieses ist wegen der möglichen Oxidation und den Lagerschwierigkeiten nicht optimal. Deshalb wird die Sojavollbohne direkt verwendet, das Fett ist in den Zellen eingebettet und vor Oxidation besser geschützt. Versuche in dieser Richtung bestätigen dieses, auch hohe Fettanteile in der Mischung können noch zu festen Pellets verpreßt werden. An Proben wird während des Pressens die Veränderung der Fette untersucht. Am Beispiel der Peroxidwerte ergibt sich zwar eine erkennbare Zunahme, aber absolut gesehen nicht von Interesse. Extrahiert man die Fette und setzt sie einem definierten Lagertest aus, so wird der Einfluß des Preßprozesses deutlich. Die Oxidation verläuft unterschiedlich entsprechend Mehlmischung, nach der Konditionierung und Pellets. Es treten hohe POZ‐Werte auf, die auf eine Qualitätsminderung schließen lassen. Auch die Langzeitkonditionierung wird durch eine noch stärkere Peroxidzahl deutlich. Der Preßprozeß hat demnach Einfluß, der sich erst unter bestimmten Bedingungen beim Lagern bemerkbar machen kann. Die Ergebnisse zeigen, daß die Preßfähigkeit durch die Art der Fette, und in welcher Form diese zugegeben werden, erheblich beeinflußt werden kann. Auf der anderen Seite bleiben aber noch Fragen offen.