𝔖 Bobbio Scriptorium
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Zwei weitere Versuche über die Polarisation dünner Metallmembranen. Eine Entgegnung gegen Hrn. Arons

✍ Scribed by H. Luggin


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1896
Tongue
English
Weight
520 KB
Volume
293
Category
Article
ISSN
0003-3804

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✦ Synopsis


E h e E n t g e g m n g geyem

Hrn. A r o n s ' j ; uow H. L u g y B n . 1. Wird ein sehr dunnes Blatt eines Edelmetalles als Scheidewand zwischen Anode und Kathode in eine galvanische Zersetzungszelle eingesetzt , so erhalt dasselbe im Vergleich zu dickeren Blattern auffallend geringe Polarisationen, sodass der scheinbare Widerstand eines solchen Metalldiaphragmas oft nur Bruchtheile eines Ohm betragt. Diese Thatsache ist in letzterer Zeit mehrfach erortert worden. Hr. Arons, der sie zuerst beobachtet hata), glaubt, dass sich die entgegengesetzten Polarisationen durch das Blattmetall hierdurch ausgleichen. Hr. D a n i e l 3, findet zwar, dass in einer Losung von Kupfersulfat das Kupfer nur auf dem Wege der Diffusion durch die Scheidewand hindurchgeht, scheint aber ebenfalls anzunehmen , dass die abgeschiedenen Ionen Sauerstoff und Wasserstoff durch die Membran wandern kiinnen. Dem gegenuber habe ich4) dargethan, dass diinne Metallmembranen sich in mancher Hinsicht genau so benehmen, wie fein durchlocherte Metallplatten: Die Polarisationen zu beiden Seiten eines Goldblattdiaphragmas sind keineswegs durch die Stromdichte bestimmt , wie dies von vollkommen liickenfreien Platten zu erwarten ware, wohl aber ist die Summe dieser Polarisationen innerhalb gewisser Grenzen der Stromdichte proportional. Man hat also dieselben Verhaltnisse wie an einer porosen, quer zur Strombahn in den Electrolyten eingetauchten Metallplatte, bei der man auch die Summe der Polarisationen gleich dem Abfall des Potentials in den Poren also proportional 11 L. Arons, Wied. Ann. 67. p. 201. 1Y96.