𝔖 Bobbio Scriptorium
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Zur Verwendung der synthetischen I.G.-Wachsmarken

✍ Scribed by Schneider, G. ;Folgner, R.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1932
Weight
407 KB
Volume
39
Category
Article
ISSN
0366-7960

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✦ Synopsis


Wie uberall hat sich auch auf dem Gebiete der Wachse das Bestreben geltend gemacht, die Naturprodukte durch synthetische Erzeugnisse zu ersetzen. Auf Grund der Arbeiten von W. P u n g s und seinen Mitarbeitern war die I. G. Farbenindustrie 8.-G. hier bahnbrechend. Wenn auch eine Reihe von Kunstwachsen anderer Herkunft auf dem Narkte zu finden ist, so beschranken sich die nachfolgenden Feststellungen lediglich auf die Produkte der genannten Firma, da diese i n der letzten Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen haben.

Um einen Ueberblick iiber das Gebiet der Kunstwachse zu erhalten, sei vorerst auf die Arbeit von E. J. F i s c h e r I ) verwiesen, der eine Zusammenstellung samtlicher Verfahren bis zum Auftauchen der I. G.-Wachsmarken brachte. Als Ausgangsmaterial fur die Herstellung derselben dient das Montanwachs, das mittels einer Reihe von RafKnationsverfahren veredelt wird, die sich in der Hauptsache auf die Behandlung mit Chrom-und Essigsaure, auch unter Zusatz von Schwefelsaure und sauren Salzen, oder mit Salpetersaure erstrecken. Diese Verfahren liegen den D.R.P. 406 813, 409 420, 451 187 zugrunde. Eine Trennung der wertvollen Wachsester von den Sauren wird auf einfache Weise mit hochkonzentrierter Essigsaure erreicht, welcher Gedanke im D.R.P. 453 206 enthalten ist. Daran schlieBt sich eine Reihe von Verfahren, die auf der Verwendung von Chromsaure in schwefelsaurer Losung in Gegenwart von Chromiverbindungen (D.R.P. 462 373, 510 486) oder in Gegenwart von organischen Sauren bzw. Sulfonsauren (D.R.P. 484 547) beruhen. AuBerdem wird die Reinigung auch noch auf dem Wege der anodischen Einwirkung des elektrischen Stromes auf die Montanwachslosung bei Anwesenheit von Elektrolyten und Sauerstoffubertragern erreicht (D.R.P. 460 441). Durch Behandlung mit Wasserstoff unter Druck bei Gegenwart von Katalysatoren wird unter gleichzeitiger Aufspaltung in niedriger molekulare Verbindungen ein gereinigtes Montanwachs erhalten (E.P. 320 921). Durch das D.R.P. 523531 wurde die Entharzung von Montanwachs durch Behandlung rnit organischen Losungsmitteln oberhalb des Schmelzpunktes erzielt, wahrend man nach dem E.P. 335929 die Extraktion unter Druck im Autoklaven vornimmt. An diese Reinigungsverf ahren schliel3en sich jene der Herstellung wertvoller Produkte aus Montanwachs durch Behandlung desselben mit Chromsaure und einem UeberschuB an verdunnter Mineralsaure bei 1304 wodurch nicht nur eine Bleichung und Verseifung der Wachsester, sondern auch eine Oxy dation der Wachsalkohole zu Fettsauren bewirkt wird (E.P. 305 552, 308 996). Nach dem E.P. 315 283 werden die freien Sauren des Nontanwachses teilweise mil Glykol oder Glyzerin bei Ueberfuhrung i n Salze einerseits und mit Polyglykol u. dgl. andererseits hoch verestert und gemischt. Die Gewinnung wachs. artiger Stoffe wird auch durch Behandlung von festen Kohlenwasserstoffen mittels Luft oder sauerstoffhaltigen Gasen erzielt, indem man die als Neben. produkt anf allenden fettartigen Stoff e durch Losungs. mittel von den wachsartigen trennt (D.R.P. 488 877) Durch Behandlung rnit einem Gemisch von Chlor unc


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