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Zur vergleichenden anatomie des zentralnervensystems der opisthobranchier

✍ Scribed by Hanstr�m, Bertil


Publisher
Springer-Verlag
Year
1929
Weight
816 KB
Volume
16
Category
Article
ISSN
0372-9389

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✦ Synopsis


Das Nervensystem der Opisthobranchier wurde in meiner vergleichenden Anatomie yon 1928 vielleicht ein wenig stiefmiitterlich behandelt. Ich habe dieses Thema deshalb noch einmal in Zusammenhang mit eigenen Studien an dem Nervensystem yon Eolis papillosa, E. landsburgi, Dote coronata und Elysia viridis aufgenommen und lege hier einige Gesichtspunkte vor. Das eigene Material stammt yon einem Aufenthalt an der staatlichen biologischen Anstalt auf ttelgoland im Sommer 1928.

Die Ganglien der verschiedenen Opisthobranchier befinden sich in einer sehr ungleichen Stufe der Konzentration. Bei manchen Tec~ibranchiern, so bei den meisten Bullomorphen P~LS~N~E~S (1906) sind die Visceralkoanektive lang, wahrend die Pedalganglien meistens ventral in der Nahe der Cerebralganglien liegen (PELs~ 1894, G~IA~T 1901). Dabei kommt bei Acteon eine deutliche, bei Scaphander und Acera eine weniger ausgesprochene Chiastoneurie vor. Die Pleural-and Parietalganglien sind bei Acera (Abb. 1) weir voneinander entfernt und auch deutlich von den Cerebralganglien einerseits, yon den Supra-und Subintestinalganglien andererseits getrennt. Auch bei Aplysia, Clione und ~otarchus befinden sich die Pleuralganglien ziemlich weir yon den Cerebralganglien; bei Scaphander, Bulla, Philine, Haminea und Doridium sind sie den letzteren sehr nahe gerfiekt (GuIA~T 1901) und bei Acteon schlie~lich mit ihnen zusammengeschmolzen (BouvI~ 1893).

Die Konzentration der Ganglien erfolgt bei den Tectibranchiern meis~ens in dorsaler t~iehtung und geht auf der rechten Seite oft schneller vor sich; bei Gastropteron sind alle Ganglien, die Pedalganglien ausgenommen, dorsal gelegen, bei iVotarchus dagegen liegen alle Ganglien mit Ausnahme der Cerebralganglien merkwfirdigerweise ventral. Diese Verlagerung geht bei Cymbulia noch welter, we sogar die Cerebralganglien ventral veto Schlund liegen und dureh eine lange dorsale Xommissur verbunden werden. Bei den Plenrobranchomorphen (Tylodina, Oscanius, Pleurobranchea, Pleurobranehus, Umbrella) unter den Teetibranchiern sind alle Konnektive sehr kurz und die Konzentration der Ganglien auch sehr ausgesprochen (Abb. 2); bei Umbrella z. B. liegt links ein vereintes Pleural-Parietal-Subintestinalganglion dicht an dem Cerebralganglion, und rechts enthalt der entspreehende Knotea au~erdem das Visceralganglion. Auch die Pedalganglien haben sich dorsal den iibrigen Ganglien genghert (G~IA~T 1901).


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