Zur Verbrennung des Magnesiums
✍ Scribed by Christomanos, A. C.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1903
- Weight
- 395 KB
- Volume
- 36
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
So z. B. wenn das Metall in reinem Sauerstoffgase verbrannt wird, oder wenn bei der Verbrennung an der Luft die resultirende Asche fortwahrend durch einen Buhsen-Brenner erhitzt wird, wobei dann diese Asche blendend weiss ohne schwarzgraue Partikelchen erscheint. Das Gewicht dieser Asche ubersteigt iibrigens dasjenige des angewendeten Metalls durchaus nicht um das Gewicht des aufgenommenen Saiierstoffs; denn ein groser Theil, j a iiberwiegend der griisste Theil des Magnesiurns verdampft als weisser Rauch, der zwar dicht aussieht, aber so subtil ist, dass er sich selbst beim Ableiten durch einen kraftigen Aspiratorluftstrom und Verdichten in gekiihlten Vorlagen oder zusammenhlngenden Glaskugeln nicht derart condensiren Itisst, dass sein Gewicht und das der Asche dem Gewichte des verwandten Magnesiums und des zur Bildung von Magnesiumoxyd nothigen Sauerstoffs auch nnr annahernd gleichkommt.
Beriihrt nun die Magnesiumflamme irgendwie die Glaswand des Apparates, in welchem die Verbrenuung vorgenommen wird, oder eine Marmorplatte, oder sonst einen festen und kalten Kiirper, wie z. B. eine Glasscheibe, Kupfer-, Aluminium-, Eisen-, Platin-oder Goldblech, so setzt sicb darauf aus der Flamme ein von feinem, weissem Magnesiastaub umgebener bleigrauer bis tiefschwarzer Fleck ab'), der i n den rneisten Fallen leicht durch Reiben rnit einem Lappen zu rerwischen ist, sofort aber durch verdiinnte Salzsaure entfernt werden kann. Nur wenn man eine glatte MarmorRache vorher stark erhitzt hat (etwa durch eine Liithrohr-oder Geblase Flamme), haftet der schwarze Fleck fester an, wird nach langerem Erhitzen durch die Magnesiumflamme tiefer und sozusagen eingeatzt und lasst sich durch blosses Bespiilen mit verdiinnter Salzsaure nicht mehr leicht entfernen.
I m ersten Falle hat sich Magnesiumdampf niedergeschlagen, im zweiten ist durch das brennende Magnesium der Marmor wirklich chemisch geatzt worden, indem sich in den beriihrten Theilen Kohlenstoff abgesetzt hat.
Die redueirende Wirkung des brennenden Magnesiums ist durch C1. W i n k l e r ' s klassisehe Arbeit') so vollstandig stiidirt worden, dtlss 1) Ich zeigte diesen Versuch seit Jahren schon in der Vorlesung und zuletzt in iler Section X des IV. Congresses fiir angewandte Chemie in Paris und schrieb mit der Magnesiumflamme Namen in schwarzer Farbe auf weisse Marmorplatten. Siehe dariiber Compte rendu dn IV. Congrks de Chimie appliquee. Paris 1902. Tome I, pg. 196. I) Diese Berichte 23, 44, 120, 154, 772, 2642 [1890]; 24,873, 1966 [1891].
207i da kein Wort mehr hinzuzufijgen ist. So wie aus Kohlensanre dnrch brennendes Magnesium unter Spriihen und einem trocknen, knatternden Oerausch zum Theil Kohlenstoff ausgeschieden wird,
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