𝔖 Bobbio Scriptorium
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Zur Untersuchung des Leuchterdöles

✍ Scribed by Kissling, Richard


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
2007
Weight
184 KB
Volume
2
Category
Article
ISSN
0366-7960

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✦ Synopsis


Chemische Revue uber die Fett-und Harz-Industrie.

Seite 8.

gefiirbten Fetten zu thun hat, oder, wo der Farbstoff hartnackig festgehalten wird, und andere Bleichmethoden versagen.

Das Gewichtverhiiltnis des Ealiumbichromats zur

Schwefelsaure is t durch deren Umsatzgleichung gegeben. 296 Theile Kaliumbichromat entsprechen 392 Theilen Schwefelsiiure von 66O BB. Die Ausfuhrung der Operation geschieht in der Weise, dass man das Oel vorher einer Reinigung von Waaser, Schmutz etc. durch Erwarmen und Absitzenlassen unterzieht. Das reine Fett wird dann in einer groaseren Holzbottich abgeschopft, der mit einem Riihrwerke versehen ist. Bei Oelen empfiehlt es sich, eine der Zimmertemperatur entsprechende Warme beizubehalten, bei Fetten, um 6-7O C. uber den Schmelzpunkt zu erwiirmen. Das Kaliumbichromat lost man in der 3-4fachen Menge heissen Wassers, die Schwefelsaure verdunnt man mit ca. 3 Theilen Wasser, vereinigt die beiden Flussigkeiten unter Umruhren und setzt dieses Gemisch dem Fette zu. Man beginnt sofort, das Ruhrwerk in Bewegung zu setzen, oder, wenn solches nicht vorhanden ist, mit Krucken die Fettmasse tuchtig durchzuruhren. Das Thermometer zeigt nach 1-2 Minuten eine Temperaturerhohung urn 8-loo C, die Masse wird nach und nach griinlich, schmutzig, trube und endlich blaulichgrun. Die Dauer der Operation wiihrt 10-16 Minuten. Nun la& man 6-8 Stunden in Ruhe stehen, damit sich die Bleichlauge (aus Chromalaunlosung bestehend) absetzen kann, zieht diese an einem, am Bottich angebrachten Hahn ab und wascht mit heissem Wasser zum Zwecke der vollstiindigen Entfernung von Chromsalzen und eventuell vorhandener freier Schwefelsaure nach. Eigenthumlich ist die Thatsache, dass die Blsichmirkung eine bessere ist, wenn man an Stelle der Schwefelsaure die aquivalente Salzsaurenmenge rerwendet. Die Reaction verlauft dann wie folgt :


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