Zur Theorie irreversibler Vorgänge. I
✍ Scribed by Helmut G. Reik
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1953
- Tongue
- English
- Weight
- 831 KB
- Volume
- 446
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-3804
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✦ Synopsis
Es wird eine Funktion s definiert durch drei Forderungen: a) Sie soll eine Funktion der thermodynamischen Zustandskoordinaten sein. b) Bei der Anwendung der Funktion auf spezielle Probleme darf niemals ein Widerspruch zum ersten Hauptsatz auftreten. c) SchlieBlich wird die Funktion s durch eine Beziehung zwischen ihr und der Zeit definiert.
Diese Beziehung soll samtliche Zeitgesetze der irreversibel ablaufenden Vorgange reprasentieren. Sie ist die eigentliche Definitionsgleichung fur s. Die Funktion s wird also durch den Ablauf der irreversibeln Vorgange bestimmt.
Durch diese drei Forderungen ist die Funktion s vollstandig eindeutig als Funktion der Zustandskoordinaten bestimmt. Das Schema der Differentialgleichungen fur s ist identisch mit dem bekannten fur die Entropie.
Es wird also gezeigt, daB sich die Entropie bei irreversibeln Vorgangen als Funktion der Zeit erweist und daB die klassische Entropiedefinition zu edg ist, weil sie nur die Abhangigkeit der Entropie von den Zustandskoordinaten richtig wiedergibt, uber die zeitliche Abhangigkeit aber nichts aussagt.
Daraus ergibt sich des weiteren, daB der Begriff der Zustandsfunktion auch auf Glieder irreversibler Folgen, d. h. auch auf Nicht,gleichgewichtszustande angewendet werden darf. 1) Zur Kritik der klassischen Thermodynamik vgl. P. W. B r i d g m a n , Rev. mod. Physics 22, 56 (1950); R. C . T o l m a n and F i n e , Rev. mod. Physics 20, 51 (1948).
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