Zur Theorie des Kathodenfalles einer Glimmentladung
✍ Scribed by Johannes Wilhelm
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1956
- Tongue
- English
- Weight
- 466 KB
- Volume
- 452
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-3804
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✦ Synopsis
Mit 4 Abbildungen
Inhaltsverzeic hnis
Ausgehend von gewissen Naherungsannahmen wird eine Differentialgleichung aufgestellt, die den ortlichen Verlauf des Potentials beschreibt. Spezielle Losungen ergeben raumliche Abhangigkeiten des Feldes, wie sie durch experimentelle Untersuchungen gefunden wurden.
Eine kritische Retrachtung der physikalischen Gegebenheiten im Kathodenfallbereich einer Glimmentladungl) zeigt die besondere Schwimigkeit, welche sich bei der theoretischen Erfassung des Problems ergibt :
Sie liegt namlich im wesentlichen darin, claO es sich um ein Gebiet handelt. wo ein inhomogenes elektrisches Feld vorliegt, welches von relativ hohen Feldstiirkewerten in Nahe der Kathodenoberflache his zu verschwindend geringen in der Gegend des Glimmlichtes variiert. Dementsprechend ergibt sieh, daR einige zur Beschreibung der Verhaltnisse wichtige funktionale Zusammenhange, welche fur den Fall hoinogener Felder abgeleitet worden sind, nur noch hedingte Gultigkeit besitzen. Das betrifft vor allen Dingen die Ausdrucke fur die Abhangigkeit der Ionisation vom Peldverlauf sowie die Darstellung der Tragerbewegung im elektrischen und im Konzentrationsfeld. Die in1 allgeineinen fur diese GroOen existierenden Funktionen wurden nur in hinreichencl homogenen Feldern bestatigt, so daO eine einfache Obertragung aui das Kat,hodenfallgebiet nicht ohne weiteres gerechtfertigt erscheint.
Erste Reitrage zur Erfassuiig der Ionisation in inhomogenen Feldern sind durch die Untersuchungen von Morton2) und J o h n s o n 3 ) gegeben.
Andererseits wurde beziiglieh der
Tragerhewegung hereits von R. Seeliger *) anlafilich seiner {Jntersuchugen uber die Dicke des Fallraumes darauf hingewiesen, daO im Kathodenfallbereich wahrscheinlich die theoretische Behandlung eines Gemisches von Freifall und Driftbewegung erforderlieh ist. Eiii Weg hierzu wird durch die Untersuchungen von H o c k e r und Bez5) vor- gezeichnet, wenn man ihre Ansatze sinngemaO auf das Kathodenfallgebiet erweitert, in dem nian inelastische StoRe in der Energiebilanz beriicksichtigt. l) Eine ausfuhrlichc Diskussion hierzu wurde in Wiss. Z. drr Vniversit2.t Greifswafd, 2) P. L. M o r t o n , Physic. Rev. SO, 358 (1946).
- G.W. J o h n s o n , Physic. Rev. 73, 284 (1948). 4) R. Seeliger, Z. Naturforschg. Ss, 1, 74 (1953). 5 ) I(.-H. Hoclrer u. W. Bez, Z. Naturforschg. 9a, 1 , 64 (1954).
math. nat. R 5, 495 (1954155) durchgefuhrt. ') W. Rogowslii, Arch. Eldctrotechn. 36, 643 ( 1 9 3 2 ) ; W. W e i z e l , R. R o m p e u.
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